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Nachdem Rot-Weiss Essen tags zuvor mit einem beinahe unerklärlichen 1:6-Debakel beim VfB Stuttgart II die passende Vorlage geliefert hatte, hätte Energie Cottbus am Sonntag der 2. Bundesliga schon sehr nahe kommen zu können. Doch die Lausitzer unterlagen beim direkten Konkurrenten MSV Duisburg mit 1:2 und verpassten so absolute Big-Points im Kampf um den Aufstieg, befinden sich aber vor den finalen beiden Spieltagen weiterhin in der Pole Position im Rennen um den zweiten Platz hinter dem als Meister feststehenden VfL Osnabrück.
Cottbus ist mit dem auf Rang drei gekletterten MSV Duisburg nun punktgleich, hat aber noch einen kleinen Vorsprung von zwei Toren. Dass Duisburg beim schon abgestiegenen FC Erzgebirge Aue und gegen Viktoria Köln, ein Team aus dem Niemandsland der Tabelle, ein vermeintlich leichtes Restprogramm hat, weiß man allerdings beim FC Energie, der seinerseits noch gegen den SV Wehen Wiesbaden und beim SSV Jahn Regensburg ran muss – auch zwei Teams aus dem Mittelfeld, für die es schon seit längerem um nicht mehr viel geht.
Nicht ausgeschlossen, dass tatsächlich die Tordifferenz am Ende den Ausschlag gibt und so vielleicht der Anschlusstreffer von Erik Engelhardt in der Nachspielzeit zum 1:2 in Duisburg im Nachhinein noch große Bedeutung erfährt. Auf derlei Überlegungen will man sich in Cottbus momentan aber natürlich noch nicht einlassen, sondern hat erst einmal drei Punkte gegen Wehen Wiesbaden fest im Visier.
„Wir sind nach 36 Spieltagen immer noch Tabellenzweiter. Wir haben jetzt ein Heimspiel vor uns, wir haben ein ausverkauftes Stadion. Es gibt also viele Gründe, positiv zu sein. Ich bin überzeugt, das die Mannschaft am Sonnabend alles raushaut“, war Kapitän Axel Borgmann gegenüber dem kicker darum bemüht, nach der Niederlage in Duisburg Zuversicht zu verbreiten.
Keinen Hehl machte Borgmann indes ebenso wenig wie Trainer Claus-Dieter Wollitz aus seinem Ärger über Schiedsrichter Robert Kampka. Dass Spielmacher Cigerci über 90 Minuten massiv und mit Mitteln an der Grenze des Erlaubten bearbeitet wurde, ohne dass Konsequenzen folgten, stieß Wollitz sauer auf: „Tolcay Cigerci ist nicht einmal geschützt worden“, so der Trainer, der sich noch mehr darüber ärgern musste, dass sein Unterschiedsspieler ebenso wie Kapitän Borgmann zudem die fünfte gelbe Karte sahen und nun gegen Wiesbaden gesperrt fehlen: „Hier geht es um einen Zweitliga-Aufstieg. Das ist ein enormer Druck und eine enorme Belastung. Da wünsche ich mir eine gleiche Behandlung für alle durch die Schiedsrichter“, wetterte Wollitz bei Magenta Sport.
Auch Borgmann hielt mit seinem Frust über den Schiedsrichter nicht hinter dem Berg: „Ich mache in einem Spiel um den Aufstieg vor 30.000 Zuschauern ein Foul und berühre sogar noch als Erster den Ball. Es geht um alles und nun bin ich nach einem Foul in 90 Minuten sogar noch gesperrt. Das finde ich dem Rahmen nicht gerecht. Es gab viele Entscheidungen, die ich nicht verstanden habe.“
Gleichwohl steht Wollitz nun vor der Aufgabe, zwei Leistungsträger ersetzen zu müssen, ohne die die Mission Heimsieg gegen Wiesbaden zumindest nicht leichter wird.







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