
Der erste Teil des zweiten Vorrundenspieltages der WM 2026 hat die ersten Entscheidungen gebracht. Während mit den beiden Gastgebern Mexiko und USA sowie mit Deutschland drei Nationen bereits als Gruppensieger feststehen, sind mit Haiti, der Türkei und Tunesien drei Mannschaften schon ausgeschieden. Nach jeweils zwei Niederlagen wird dem Trio zum Verhängnis, dass die FIFA entschieden hat, dass anders als noch bei der WM 2022 in Katar bei Punktgleichheit zunächst der direkte Vergleich und erst dann die Tordifferenz zählt.
Bei Tunesien hat auch der kurzfristige Trainerwechsel von Sabri Lamouchi zu Hervé Renard letztlich nichts gebracht. Nach einem 1:5 zum Auftakt gegen Schweden unterlagen die Nordafrikaner Japan ebenfalls klar mit 0:4 und präsentierten sich angefangen bei einem verunsicherten Kapitän Ellyes Skhiri nie konkurrenzfähig.
Etwas anders gelagert, aber nicht minder bitter ist das Scheitern der mit so hohen Erwartungen nach Nordamerika gereisten Türkei. Schon gegen Australien (0:2) verzweifelten Arda Güler und Co. gegen einen defensiven und im Umschaltspiel eiskalten Gegner an der eigenen Chancenverwertung und gegen Paraguay (0:1) gelang es trotz langer Überzahl nicht, einen frühen Rückstand zu korrigieren. Die Enttäuschung am Bosporus ist natürlich riesig und es ist mit einer intensiven Aufarbeitung zu rechnen, bei der sich auch Trainer Vincenzo Montella Fragen gefallen lassen wird müssen. Dennoch ist momentan durchaus denkbar, dass der Italiener im Amt bleibt.
Auch Spanien hat es im ersten Turnierspiel nicht geschafft, einen gut organisierten Gegner zu knacken und ist gegen Kap Verde nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. Die Iberer, die als Europameister zum Kreis der Top-Favoriten gehören, rehabiltierten sich nun aber und ließen im zweiten Spiel gegen Saudi-Arabien keinen Zweifel am Sieg. Der gegen Kap Verde aus einer Verletzung kommend nur eingewechselte Jungstar Lamine Yamal brachte die Iberer früh in Führung und stellte damit die Weichen für einen 4:0-Erfolg, der Spanien schon deutlich in Richtung K.o.-Phase gebracht hat. Dass der zum Auftakt noch scharf kritisierte Mikel Oyarzabal zunächst für Lamine Yamal vorlegte und dann selbst doppelt traf, machten die Partie aus spanischer Sicht richtig rund.
Mit Interesse dürfte man im spanischen Lager zudem anschließend verfolgt haben, dass der vermeintliche Underdog Kap Verde auch Uruguay einen Punkt abtrotzen konnte. Auch die Südamerikaner, die sich bereits gegen Saudi-Arabien mit einem 1:1 hatten begnügen müssen, kamen gegen den WM-Neuling nur zu einem 2:2 und müssen vor dem abschließenden Duell mit Spanien die vorzeitige Heimreise fürchten.
Ein völlig unerwartetes Vorrunden-Aus droht auch der belgischen Mannschaft, bei der außer in die Jahre gekommenenen Kevin de Bruyne und Romelu Lukaku nicht mehr viel von der einstigen goldenen Generation übrig ist.
Nach einem 1:1 im ersten Spiel gegen Ägpyten kam Belgien gegen den Iran nur zu einem 0:0 und hatte teilweise sogar Glück, nicht zu verlieren. Gegen Neuseeland ist für die Roten Teufel ein Sieg nun Pflicht, soll es im Sechzehntelfinale weitergehen.







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