
Es genügt ein Blick in die vergangene Saison, damit der MSV Duisburg nach den ersten vier Spieltagen nicht die Bodenhaftung verliert. Vier Siege vom Start weg sind für die Zebras natürlich ein Traumstart, doch vor einem Jahr gewann der damalige Aufsteiger sogar seine ersten sechs Partien und verpasste am Ende den Durchmarsch in die 2. Bundesliga dennoch hauchdünn.
Nun ist der nächste Anlauf erfolgreich gestartet und anders als im Sommer 2025, als es nach dem Wiederaufstieg erst einmal um eine Stabilisierung ging, macht man in Duisburg auch keinen Hehl daraus, dass nach Möglichkeit der Sprung ins Unterhaus des deutschen Fußballs gelingen soll. „Natürlich wollen wir mit diesem Verein in der 2. Liga spielen, der ohne Frage dahin gehört“, erklärte denn auch Sportdirektor Chris Schmoldt als Gast im „Streifendienst“-Podcast der NRZ und von Radio Duisburg.
Schmoldt betonte indes ebenfalls, den Aufstieg nicht erzwingen zu können: „Wir sind in einem Prozess und machen weiter unsere Schritte. Wir sind noch nicht fertig“, so der 43-Jährige, der gleichzeitig die Zielsetzung bestätigt und sich auch zuversichtlich zeigt, den Sprung in kleinen Etappen schaffen zu können: „Wir wissen, dass wir bis zum Saisonende oben mitspielen können. Es ist eine Serienliga. Unser Teilziel ist, oben dranzubleiben und die Wucht unserer Fans zu nutzen, um am Ende die Top zwei oder drei zu erreichen.“
Auf dem erhofften Weg nach oben machen die Zebras am Samstag Zwischenstation bei Fortuna Düsseldorf, wo eines der heißesten Duelle steigt, das die 3. Liga in diesem Jahr zu bieten hat. Ein neuer Zuschauerrekord für die dritte Spielklasse ist im Bereich des Möglichen und alleine der MSV kann auf rund 8.000 Fans bauen, die die kurze Anreise in die weniger als 20 Kilometer von der eigenen Heimspielstätte entfernte Merkur Spiel-Arena antreten werden.
Verzichten muss Trainer Dietmar Hirsch in Düsseldorf allerdings auf Torjäger Lex Tyger Lobinger, der vergangene Woche beim 2:1-Sieg beim SSV Jahn Regensburg früh wegen einer Tätlichkeit gegen Felix Strauss die rote Karte gesehen hatte. Lobinger, der bereits bei vier Saisontoren steht, wurde nun für drei Spiele gesperrt und verpasst damit die anstehende englische Woche komplett. Auch gegen den TSV Havelse und beim SV Wehen Wiesbaden muss Coach Hirsch im Sturm deshalb umbauen – aller Voraussicht nach mit Peter Remmert, der sich freilich in Regensburg schon als Ersatz bewährt hat.
Generell sind die Duisburger Verantwortlichen mit dem im Sommer zusammengestellten Kader zufrieden, wie Schmoldt mit einer kleinen Ausnahme verriet: „Wir wollten den Kader verkleinern. 22 plus drei war unser Ziel und diesen Kader haben wir jetzt. Nur bei Jannik Zahmel ist es uns nicht gelungen, eine Lösung zu finden.“
Weil durch die gute Arbeit im Sommer sowohl im Aufgebot als auch auch im Gehaltsetat Spielraum vorhanden ist, wären personelle Nachbesserungen grundsätzlich drin. „Wir beschäftigen uns natürlich auch mit vertragslosen Spielern, aber es muss Sinn machen. Unser Kader ist extrem homogen und gibt gerade alles her. Wir können Spieler auf andere Positionen verschieben und sehen deshalb momentan keine Notwendigkeit, was die Qualität angeht“, deutete Schmoldt allerdings an, dass kurzfristig eher nichts passieren wird.






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