
Fairness und Gerechtigkeit sind zwei Schlagworte, die gemeinhin in engem Zusammenhang mit Sport jedweder Art stehen. Wirklich gegeben sind beide Aspekte aber keineswegs immer, weder im Alltag der regelmäßigen Wettkämpfe noch in puncto Bezahlung.
In diesem Zusammenhang wollen wir uns nachfolgend im Speziellen mit dem Thema Frauen Fußball Gehälter befassen. Meist vor und während der großen Turniere wie Welt- und Europameisterschaften werden Forderungen laut, das Salär der Fußballerinnen an das ihrer männlichen Kollegen anzupassen. Tatsächlich aber erreicht der Verdienst Frauenfußball Profi in der Spitze nur den Bruchteil des Männerfußballs. Vielmehr verdienen selbst Drittliga-Spieler in Deutschland nicht selten mehr als die Leistungsträger der Nationalmannschaft.

Fußballerinnen schneiden im Gehaltsvergleich zu Ihren männlichen Kollegen schlecht ab! (Foto: Shutterstock/ Gabor Baumgarten)
Die Top 10 Gehälter im internationalen Frauenfußball (pro Jahr):
| Name | Verein | Top-Gehalt |
|---|---|---|
| Aitana Bonmatí | FC Barcelona | 1.000.000 € |
| Alexia Putellas | FC Barcelona | 700.000 € |
| Sam Kerr | Chelsea FC | 520.000 € |
| Keira Walsh | Chelsea FC | 435.000 € |
| Ada Hegerberg | Olympique Lyon | 390.000 € |
| Marta Vieira da Silva | Orlando Pride | 370.000 € |
| Amandine Henry | Angel City FC | 365.000 € |
| Wendie Renard | Olympique Lyon | 305.000 € |
| Trinity Rodman | Washington Spirit | 260.000 € |
| Sophia Smith | Portland Thorns | 420.000 € |
Es ist auch im Männerfußball eine Seltenheit, dass Vereine die Gehälter ihrer Spieler offen kommunizieren. Zwar gibt es immer wieder Quellen, über die mehr oder weniger belastbare Summen durchsickern, doch im Regelfall bleibt vieles im Bereich von Mutmaßungen und Spekulationen.
Nicht anders sieht es in puncto Gehälter Frauen Bundesliga aus. Weder das Gehalt Frauenfußball FC Bayern noch bei anderen Klubs ist bekannt. Sehr wohl aber dass ein Gehalt Frauenfußball Deutschland nicht auf höchstem internationalen Niveau anzusiedeln ist, wie unsere Ausführungen zu den globalen Verdienstmöglichkeiten im nachfolgenden Kapitel deutlich machen.

Aitana Bonmatí führt die Gehaltsliste an (Foto: Shutterstock/ Christian Bertrand)
Die Gehaltsentwicklung in der Frauen-Bundesliga zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend in den letzten Jahren, der maßgeblich durch das steigende Interesse und die Professionalisierung der Top-Vereine getragen wird. Laut dem aktuellen Saisonreport des DFB lag das durchschnittliche monatliche Grundgehalt einer Spielerin der Frauen-Bundesliga zuletzt bei circa 4.000 Euro.
Dies bedeutet zwar einen Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren (in denen der Durchschnitt bei unter 2.000 Euro lag), verdeutlicht aber weiterhin große Unterschiede:
Die bekanntesten Nationalspielerinnen bessern ihr Klub-Gehalt zudem erheblich durch Prämien, Werbeverträge und Social-Media-Aktivitäten auf.
Die wertvollsten Spielerinnen bei der Frauen Bundesliga:
| Name | Verein | Marktwert |
|---|---|---|
| Lena Oberdorf | FC Bayern München | 390.000 € |
| Klara Bühl | FC Bayern München | 350.000 € |
| Georgia Stanway | FC Bayern München | 340.000 € |
| Pernille Harder | FC Bayern München | 325.000 € |
| Lea Schüller | FC Bayern München | 290.000 € |
| Giulia Gwinn | FC Bayern München | 245.000 € |
| Arianna Caruso | FC Bayern München | 235.000 € |
| Jule Brand | VfL Wolfsburg | 230.000 € |
| Magdalena Eriksson | FC Bayern München | 235 000 € |
| Laura Freigang | Eintracht Frankfurt | 210.000 € |
Deutsche Nationalspielerinnen entscheiden sich oft für einen Wechsel ins Ausland. Die damit verbundene sportliche Herausforderung spielte für diesen Schritt sicherlich auch eine Rolle, doch vor allem locken andere Ligen mit weitaus höheren Verdienstmöglichkeiten.
Insbesondere in den USA (NWSL), England (WSL) und Frankreich (D1F) werden Top-Gehälter im Frauenfußball bezahlt. Diese Gehälter liegen für die Elite-Spielerinnen weit über dem Einkommen eines Normalbürgers. Die Weltfußballerin Aitana Bonmatí (FC Barcelona) soll mit ihrem neuen Vertrag die Millionen-Euro-Grenze beim Klub-Gehalt geknackt haben. Deutsche Top-Stars wie Jule Brand (Olympique Lyon) nähern sich durch hohe Grundgehälter und Werbedeals ebenfalls dieser Marke beim Gesamteinkommen.
Die englische Barclays Women’s Super League (WSL) und die französische Division 1 Féminine (D1F) gelten in Europa als die Ligen mit den höchsten Durchschnittsgehältern. Viele Spielerinnen, die aus Deutschland dorthin wechseln, tun dies für geschätzte Jahresgehälter im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich. Die Gehälter sind in diesen Top-Ligen deutlich gestiegen.
Die Gehälter im Frauenfußball in der deutschen Bundesliga liegen im Durchschnitt bei circa 4.000 Euro pro Monat (ca. 48.000 Euro jährlich). Damit hat der Durchschnitt im Vergleich zu früheren Jahren (ca. 38.000 Euro) zwar zugelegt, liegt aber weiterhin hinter den europäischen Top-Ligen und der Spitze in den USA. Die deutsche Liga ist jedoch dank steigender Einnahmen und Investitionen auf einem klaren Wachstumskurs.
Bei den internationalen Superstars kommen zum normalen Grundgehalt wiederum noch Extras hinzu. Das Gesamteinkommen von Top-Stars wie Alex Morgan (USA) oder Sam Kerr (England) kommt hauptsächlich aus Ausrüster-, Sponsoren- und Werbeverträgen und übersteigt oft die Millionen-Euro-Grenze pro Jahr.
Auch wenn die internationalen Top-Spielerinnen von ihrem Gehalt sicher gut leben können, hinkt der Vergleich zu den männlichen Superstars doch gewaltig. Selbst wenn man die horrenden Summen außen vor lässt, die in die Jahre gekommenen Stars wie Cristiano Ronaldo, Karim Benzema oder Sadio Mané in Saudi-Arabien verdienen, nehmen sich die Verdienstmöglichkeiten von Fußballerinnen im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen gering aus.
In der deutschen Bundesliga, die in dieser Hinsicht noch weit hinter der englischen Premier League rangiert, liegt das jährliche Durchschnittsgehalt bei etwa 1,9 Millionen Euro. Natürlich erhöhen die Top-Spieler des FC Bayern München um Harry Kane und Manuel Neuer, die jährlich rund 25 Millionen Euro beziehen sollen, den Schnitt bedeutend, doch selbst Ergänzungsspieler bei Mittelklasseklubs und Abstiegskandidaten verdienen in aller Regel mehr als die bestbezahlten Bundesliga-Fußballerinnen.

Die Gehälter im Frauenfußball sind noch weit von denen der männlichen Kollegen entfernt (Foto: Shutterstock/ Vitalii Vitleo)
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die lauter werdenden Forderungen nach einer finanziellen Gleichstellung männlicher und weiblicher Nationalspieler zuletzt mit einer spürbaren Prämienanpassung reagiert.
Dass die Spielerinnen der Nationalmannschaft für den Vize-Europameistertitel 2022 lediglich 30.000 Euro erhielten, stieß auf reichlich Kritik. Für die anstehende Europameisterschaft 2025 in der Schweiz hat der DFB die Prämien drastisch erhöht:
Prämien DFB-Frauen EM 2025 (pro Spielerin):
Trotz der deutlichen Anhebung bleibt eine Gleichstellung aus: Die DFB-Männer hätten beispielsweise für einen Triumph bei der EM 2024 400.000 Euro pro Spieler erhalten. Die Kluft bei den Prämien ist damit weiterhin signifikant.
Für die Weltmeisterschaft 2023 hätte es pro Spielerin schon 252.000 Euro vom Weltverband FIFA gegeben (zusätzlich zu den DFB-Prämien), allerdings nur in der Theorie, denn Alexandra Popp und Co. mussten trotz dieser lukrativen Aussicht bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten.
Im Frauenfußball werden nach wie vor deutlich geringere Gehälter gezahlt als im Männerfußball. Der Hauptgrund liegt in den finanziellen Strukturen des Sports. Vereine können nur das ausschütten, was sie einnehmen, und die Einnahmen unterscheiden sich weiterhin erheblich. Ein Beispiel: Für den Gewinn der Männer-Weltmeisterschaft 2022 erhielt Argentinien von der FIFA rund 42 Millionen Euro, während Spanien als Frauen-Weltmeister 2023 lediglich etwa 3,9 Millionen Euro bekam.
Diese Diskrepanz zieht sich durch sämtliche Ebenen. Die TV-Rechte für Männerwettbewerbe werden um ein Vielfaches teurer verkauft, die Zuschauerzahlen liegen deutlich höher und auch das Merchandising erzielt im Männerfußball wesentlich größere Umsätze. Im Frauenfußball steigen die Zahlen zwar kontinuierlich, doch sie bewegen sich weiterhin auf niedrigerem Niveau.
Trotzdem ist eine positive Entwicklung erkennbar. In Deutschland, England und Spanien verzeichnen die Frauenligen stetig wachsende Einschaltquoten, steigende Zuschauerzahlen in den Stadien und eine zunehmende Zahl an Sponsorinnen und Sponsoren. Immer mehr Spielerinnen können inzwischen vom Fußball leben, auch wenn ein Vollprofi-Dasein für viele noch nicht selbstverständlich ist. Mit dem anhaltenden Interesse und der Professionalisierung ist jedoch zu erwarten, dass sich die Verdienstmöglichkeiten im Frauenfußball in den kommenden Jahren weiter verbessern werden.
Die Gehälter in der Frauen-Bundesliga variieren stark. Laut verfügbaren Daten verdienen viele Spielerinnen weniger als etwa 2.000 Euro pro Monat, was Jahresgehältern von unter 25.000 Euro entspricht. Für Spitzenspielerinnen, inklusive Vereinsgehalt, Prämien und Sponsoring, werden teilweise Jahresgehälter von rund 150.000 Euro genannt.
Eine globale Studie der FIFA aus 2025 zeigt, dass selbst in Topligen das durchschnittliche Jahresgehalt von weiblichen Profifußballerinnen nur wenige Zehntausend US-Dollar beträgt. Damit lässt sich nicht eindeutig sagen, welches Land „am besten“ zahlt. Auch in Ländern wie Frankreich oder England steigen die Gehälter.
Frauenfußballerinnen verdienen im Durchschnitt deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Globale Daten zeigen durchschnittliche Jahresgehälter von etwa 10.900 US-Dollar für Frauenprofis. Männerprofis in vergleichbaren Ligen liegen vielfach im sechs- oder siebenstelligen Bereich in Euro- oder US-Dollar-Jahreseinkommen.
Ja, es gibt klare Hinweise auf steigende Gehälter im Frauenfußball. Einnahmen aus Medienrechten, Sponsoring und Zuschauerzahlen wachsen, die Professionalisierung schreitet voran und Verbände wie die UEFA investieren Millionen zur Förderung. Damit verbessern sich die Rahmenbedingungen für höhere Verdienstmöglichkeiten.
Der DFB hat Maßnahmen zur Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs angekündigt und unter anderem die Preisgelder bei internationalen Wettbewerben erhöht. Ein flächendeckender Mindestlohn oder verbindliche Gehaltsgarantien für die Frauen-Bundesliga bestehen jedoch bislang nicht.







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