
Seit mittlerweile sechs Jahren ist Viktoria Köln fester Bestandteil der 3. Liga. Die vergangene Spielzeit war mit Tabellenplatz sechs und 59 Punkten die beste, indes keineswegs die logische Folge einer kontinuierlichen Entwicklung. Vielmehr haben es die Domstädter auf bemerkenswerte Art und Weise geschafft, die Abgänge zahlreicher Stammkräfte mehr als aufzufangen und unter Leitung von Trainer Olaf Janßen die vielen Skeptiker, die sogar den Abstieg vorhergesagt hatten, mehr als zu widerlegen.
Im Sommer 2025 nun befindet sich die Viktoria wieder in einer ähnliche Situation, allerdings ohne Erfolgscoach Janßen, der seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte und beim in die Regionalliga abgestiegenen SV Sandhausen ein neues Projekt begonnen hat.
Janßen ist indes nicht der einzige schmerzhafte Verlust, sondern ein weiteres Mal haben mehrere Leistungsträger den Verein verlassen, der mit einem seit dem Tod von Mäzen Franz-Josef Wernze knappen Budget haushalten und abermals aus wenig viel machen muss.

💡 Viktoria Köln konnte sich trotz vieler Angänge stark behaupten Shutterstock Dziurek
Der neue Trainer Marian Wilhelm, der aus dem eigenen Stall stammt und bereits Co-Trainer von Janßen war, muss künftig insbesondere ohne Shooting-Star Said El Mala (1. FC Köln) und Serhat-Semih Güler (SV Darmstadt 98) auskommen, die in der zurückliegenden Saison zusammen für 27 Tore und neun Vorlagen verantwortlich zeichneten – und damit an beinahe der Hälfte der insgesamt erzielten 59 Treffer direkt beteiligt waren.
Doch damit nicht genug droht der Viktoria auch noch der Abgang von Lex-Tyger Lobinger, der mit 15 Treffern bester Torschütze war, zudem vier Tore vorbereitet hat. Der 26-Jährige, der zuvor in der 2. Bundesliga weder bei Fortuna Düsseldorf noch beim 1. FC Kaiserslautern und beim VfL Osnabrück richtig Fuß fassen konnte, hat sich mit dieser Quote auch wieder für höherklassige Vereine interessant gemacht und soll bei einigen Klubs auf der Liste stehen.
Insbesondere mit Dynamo Dresden soll Lobinger schon seit längerem in Kontakt stehen, doch nach Informationen der „Bild“ scheint es den 1,92 Meter großen Mittelstürmer eher ins Ausland zu ziehen, ohne dass bereits konkrete Spuren durchgesickert sind. Ein Verbleib in Köln ist zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch angesichts eines 2026 auslaufenden Vertrages und eines dann möglichen, ablösefreien Wechsels kann es sich die Viktoria kaum erlauben, lukrative Angebote auszuschlagen. Im Raum steht eine Ablöse in Höhe von 300.000 Euro, für die Lobinger die Freigabe erhalten würde.
Mit Raphael Ott (TSV 1860 München), Benjamin Zank (FC Carl Zeiss Jena), David Otto (SV Sandhausen) und Leander Popp (SpVgg Greuther Fürth, ausgeliehen) sind zwar auch schon vier neue Stürmer zum Aufgebot gestoßen, doch ob das Quartett dazu in der Lage ist, die Abgänge zu kompensieren, bleibt abzuwarten.
Auch auf anderen Positionen musste die Viktoria einen Qualitätsverlust hinnehmen. Innenverteidiger Zoumana Keita (RSC Anderlecht), Rechtsverteidiger Sidny Cabral (Estrela Amadora) und Sechser Enrique Lofolomo (Zulte Waregem) sind allesamt ins Ausland gewechselt und müssen erst einmal gleichwertig ersetzt werden. Weil bis auf den 26-jährigen Otto alle bisherigen zwölf Neuzugänge maximal 24 Jahre alt sind, ist mit dem neuen Kader aber in jedem Fall wieder die Hoffnung auf den einen oder anderen Durchstarter verbunden – und darauf, die Erwartungen ein weiteres Mal übertreffen zu können.







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