
Gut zwei Wochen vor dem Auftaktspiel der neuen Saison gegen den 1. FC Saarbrücken bricht der FC Energie Cottbus am heutigen Donnerstag ins Trainingslager nach Österreich auf. In Hardenberg im Mühlkreis will und wird Trainer Claus-Dieter Wollitz mit seinen Schützlingen voraussichtlich acht Einheiten absolvieren, zudem am Freitag und Samstag gegen die SV Ried und gegen Hertha Wels auch zwei Testspiele bestreiten.
Zum Reisekader gehört mit Leon Guwara, der nach einem erfolgreichen Probetraining mit einem Vertrag ausgestattet wurde, auch der bis dato letzte Neuzugang der Lausitzer. Innenverteidiger Dennis Duah, der bei Dynamo Dresden keine Perspektive mehr besitzt, darf sich unterdessen in Österreich weiter beweisen und für ein Engagement beim FC Energie empfehlen. Nicht mit dabei in Hardenberg ist verletzungsbedingt lediglich Lukas Michelbrink, der stattdessen in Berlin in der Reha arbeitet.

⚽ Der Energie Cottbus ist ins Trainingslage nach Österreich aufgebrochen/ Shutterstock/ ExpressVectors
Noch vor der Abreise ins Trainingslager hat Präsident Sebastian Lemke unterdessen in der seit Wochen schwelenden Personalie Tolcay Cigerci ein Machtwort gesprochen. Gegenüber „Tag24“ machte Lemke klar, dass es für den FC Energie keine Option sein, den von Alemannia Aachen umworbenen Spielmacher ziehen zu lassen. „Tolli ist einer der besten Spieler dieser Liga und hat einen langfristigen Vertrag beim FC Energie Cottbus. Warum wir überhaupt darüber nachdenken sollten, ihn abzugeben, das braucht schon sehr viel Fantasie. Dieses Sommerloch-Thema kann geschlossen werden.“
Dass das Thema überhaupt recht groß geworden ist, stieß Lemke sauer auf. „Wir sind sehr verwundert, um nicht zu sagen irritiert, was in den zurückliegenden Wochen immer wieder für Dinge, die Personalie Tolcay Cigerci betreffend, durch die Medien gewandert sind. Wer daran ein Interesse zu haben scheint, ist wohl offensichtlich“, so Lemke, der damit zwischen den Zeilen den schwarzen Peter der Alemannia zuschob, da von Seiten Cigercis bislang keinerlei Wechselabsichten kommuniziert worden sind.
„Aber solche Spiele spielen wir als Profiverein nicht mit“, unterstrich Lemke abschließend, sich mit einem möglichen Verkauf des letztjährigen Top-Scorers nicht mehr beschäftigen und auch nicht mehr auf entsprechende Spekulationen reagieren zu wollen.
Dass bei Cigerci keinerlei Gesprächsbereitschaft vorhanden ist, liegt zum einen natürlich an der immensen Bedeutung des 30-Jährigen, die sich unschwer an 15 Toren und sechs Vorlagen in der abgelaufenen Saison ablesen lässt. Zum anderen aber auch daran, dass mit Niko Bretschneider (1. FC Saarbrücken), Maximilian Krauß (Hansa Rostock) oder Lucas Copado (SC Paderborn, war vom Linzer ASK ausgeliehen) bereits wichtige Akteure den Verein verlassen haben.
Ohne Cigerci würde es nochmals schwieriger, die ohnehin schon sehr anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen, auch nur annähernd an die starke Vorsaison anzuknüpfen. Angesichts dessen, dass das letzte Drittel der vergangenen Spielzeit schon deutlich schwächer war und das zweite Jahr nach dem Aufstieg gemeinhin als das schwierigere gilt, ist nur zu verständlich, dass der FC Energie nicht ohne Not noch einen Schlüsselspieler ziehen lassen wird – zumal selbst bei einer in den Raum gestellten Ablöse im mittleren sechsstelligen Bereich keine Garantie vorhanden wäre, dass sich damit gleichwertiger Ersatz finden lässt.







Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen. 18+ | Erlaubt (Whitelist) | Suchtrisiken | Hilfe unter www.buwei.de | AGB gelten