
Ein Testspiel bleibt dem VfL Osnabrück noch, um sich für die neue Saison in der 3. Liga in Form zu bringen und Selbstvertrauen für das Auftaktspiel am 2. August an der heimischen Bremer Brücke gegen Alemannia Aachen zu tanken. Die Generalprobe bei Holstein Kiel allerdings wird eine alles andere als einfache Aufgabe und es scheint gut möglich, dass die Lila-Weißen mit einem weiteren Negativerlebnis in die Pflichtspiele starten müssen.
Die jüngsten drei Vorbereitungsspiele hat der VfL allesamt nicht gewonnen, wobei der Auftritt gegen den tschechischen Spitzenklub Viktoria Pilsen (0:1) aber dennoch passabel ausfiel. Anders als die jüngsten beiden Begegnungen gegen den FC Gütersloh (1:2) und gegen Werder Bremen II (2:2), die aufgezeigt haben, dass das Team von Trainer Timo Schultz kurz vor dem Start noch einige Baustellen aufweist.
Gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen waren es mit Ismail Badjie und Kai Pröger zwei eingewechselte Offensivspieler, die nach einem 0:2-Rückstand zur Pause im zweiten Durchgang zumindest noch eine Niederlage abwenden konnten, doch beide sind auch keine klassischen Mittelstürmer. Für die Position im Sturmzentrum stehen aktuell nur Nikky Goguadze und Bernd Riesselmann parat, da Neuzugang Luc Ihorst wegen einer nicht näher definierten Muskelverletzung nicht einsatzfähig ist.
Weil Goguadze und Youngster Riesselmann über keine große Erfahrung in der 3. Liga verfügen, Ihorst zudem nicht zum ersten Mal in seiner Karriere vom Verletzungspech erwischt wurde, steht außer Frage, dass die Osnabrücker Verantwortlichen um den neuen Sportdirektor Joe Enochs in der Spitze noch Handlungsbedarf haben.
Und die Lila-Weißen haben offenbar auch ihr Fühler in verschiedene Richtungen ausgestreckt, unter anderem in die 2. Bundesliga. Dickson Abiama (1. FC Kaiserslautern) und Dennis Srbeny (SpVgg Greuther Fürth) wurden dem Vernehmen nach angefragt, sollen aber beide noch zögern. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil Abiama und Srbeny noch die Hoffnung haben, bei einem Zweitligisten unterzukommen. Ebenfalls als Kandidat gilt Elias Huth, den Enochs aus gemeinsamen Zeiten beim FSV Zwickau und beim SSV Jahn Regensburg kennt, der zudem als vertragsloser Spieler ablösefrei verpflichtet werden könnte. Ob Huth nach durchwachsenen Jahren die erhoffte, wesentliche Verstärkung wäre, erscheint indes zumindest fraglich.
Schon mit größerer Wahrscheinlichkeit könnte der VfL mit einer Neuverpflichtung von einem Bundesligisten für einen Qualitätszuwachs sorgen. Und offenbar blicken die Osnabrücker Macher auch ins Oberhaus, konkret zum 1. FC Köln. Allerdings wohl nicht wegen Steffen Tigges, obwohl der gebürtige Osnabrücker, der bis 2019 acht Jahre lang an der Bremer Brücke spielte, bei den Geißböcken keine große Perspektive mehr besitzt.
Vielmehr soll der VfL laut der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Sargis Adamyan an der Angel haben, der im Gegensatz zu Tigges nicht einmal mit ins Kölner Trainingslager nach Österreich reisen durfte. Der 32 Jahre alte Armenier, der in der Rückrunde der vergangenen Saison mit überschaubarem Erfolg an Jahn Regensburg verliehen war, spielt in den Kölner Planungen keinerlei Rolle mehr und würde sicherlich zum Nulltarif die Freigabe erhalten. Möglich, dass zeitnah Vollzug gemeldet wird und Trainer Schultz den ihm aus gemeinsamer Zeit in der Domstadt bekannten Stürmer in Kürze in Osnabrück begrüßen darf.







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