
Traditionsreicher kann die 3. Liga kaum in die Saison 2025/26 starten als mit dem Duell zwischen Rot-Weiss Essen und dem TSV 1860 München am Freitagabend. Beide Vereine gehören indes nicht nur zu den größten der Spielklasse, sondern werden auch zum Kreis der Aufstiegsanwärter gezählt. Nicht von ungefähr, sondern weil beide auf eine gute Rückrunde einige bemerkenswerte Transfers haben folgen lassen.
In Sachen Neuzugänge haben sicherlich die Münchner Löwen am meisten Eindruck hinterlassen. Augenscheinlich zahlt sich die Aktivität auf dem Transfermarkt aber auch schon aus. So gelangen in der Vorbereitung mehrere überzeugende Auftritte und insbesondere das 4:0 bei der Generalprobe bei Zweitliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg sorgt nun für richtig Vorfreude auf den Ligastart.
Trainer Patrick Glöckner und Geschäftsführer Dr. Christian Werner waren bei aller Freude über die starke Vorstellung beim neuen Ligarivalen in Regensburg indes auch schnell darum bemüht, für Bodenhaftung zu sorgen. „Wir haben aus einem Guss gespielt. Es war unheimlich viel Spielfreude zu sehen, wir hatten geniale Klarheit auf den Positionen, jeder wusste, welche Position er einnehmen musste“, sparte Glöckner einerseits zwar nicht mit Lob, betonte andererseits aber auch, dass in Essen eine ganz andere Aufgabe ansteht: „Am Freitag an der Hafenstraße erwarte ich einen anderen Gegner, der präsenter und vom Kopf her anders eingestellt ist. Da muss man erst mal sehen, was wir in der Lage sind zu bringen.“
Grundsätzlich ist der Löwen-Coach aber ebenso zuversichtlich wie Dr. Werner, der sich in Regensburg besonders über die starke Leistung von Rückkehrer Kevin Volland freute, der nicht nur mit einem Doppelpack zur 2:0-Führung glänzte: „Es war ein Vorbereitungsspiel. Wir ordnen das richtig ein. Aber er hat heute extrem viel gegen den Ball gearbeitet, die Grätschen von ihm fand ich super. Das ist Sechzig, das ist das, was wir dieses Jahr verkörpern wollen.“
Volland ist einer von neun Neuzugängen, denen durch die Bank ein Stammplatz oder zumindest viel Einsatzzeit zuzutrauen ist. Thomas Dähne (Holstein Kiel), vergangene Saison noch in der Bundesliga aktiv, sollte im Tor gesetzt sein, ebenso Siemen Voet (Slovan Bratislava) in der Innenverteidigung. Kilian Jakob (Erzgebirge Aue) und Manuel Pfeifer (TSV Hartberg) duellieren sich auf der linken Abwehrseite, momentan mit Vorteilen für den Österreicher, während Max Christiansen (Hannover 96) eine erfahrene Option für das zentrale Mittelfeld darstellt. Zum Prunkstück werden könnte derweil die neue Offensive mit Volland als Zehner hinter Florian Niederlechner (Hertha BSC) und Sigurd Haugen (Aarhus GF), mit Justin Steinkötter (TSV Steinbach Haiger) und Patrick Hobsch als Joker, die von der Bank aus neue Qualität einbringen können.
Trotz einer gelungenen Vorbereitung und der fraglos erhöhten Kaderqualität bremsen die Verantwortlichen aber die Erwartungshaltung und erhalten diesbezüglich im „kicker“ Unterstützung von Volland. „Wir haben einen sehr guten Kader mit viel Qualität. Wir wollen oben mitspielen, das ist klar. Das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen, ist bei einer so langen Saison aber verfrüht“, will sich der Ex-Nationalspieler nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und betont stattdessen seinen Respekt vor der 3. Liga, in der der Routinier stattdessen eine schrittweise Entwicklung anstrebt: „Ich bin gut damit gefahren, zu Beginn kleinere Brötchen zu backen. Wir haben viele Neuzugänge, müssen uns erst finden. Die Liga ist sehr ausgeglichen und schwer zu bespielen.“







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