
Einen Tag, bevor die neue Saison mit dem Gastspiel beim VfL Osnabrück beginnt, tritt Rachid Azzouzi am Freitag offiziell sein Amt als Geschäftsführer Sport bei Alemannia Aachen an. Auf den 54-Jährigen, der mit dem Ziel antritt, „nachhaltige Strukturen aufzubauen, die sportlichen Erfolg ermöglichen“, warten dann direkt einige Aufgaben. Zuvorderst gilt es den Kader noch zu verstärken, um im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die 3. Liga wieder eine ordentliche Rolle spielen zu können und möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Zusammen mit Benedetto Muzzicato, der den zu Eintracht Braunschweig gewechselten Erfolgstrainer Heiner Backhaus beerbt hat, sowie mit dem bisher für die Kaderplanung verantwortlichen Technischen Direktor Erdal Celik will und wird Azzouzi bis zum Transferschluss am 1. September mutmaßlich noch an der eine oder anderen Stellschraube drehen.
Der Fokus rund um den Tivoli freilich liegt in diesen Tagen auf dem Auftaktspiel in Osnabrück, wo sich die Alemannia die ersten Punkte erhofft, um möglichst von Anfang an eine gesunde Distanz zur Abstiegszone zu schaffen. Im Vergleich zu den letzten Testspielen, die gegen den belgischen Zweitligisten Patro Eisden Maasmechelen und gegen Fortuna Düsseldorf beide mit 0:4 verloren wurden, allerdings muss die Alemannia eine Schippe drauflegen, um kein böses Erwachen zu erleben.
Zumindest in personeller Hinsicht ist Besserung in Sicht, nachdem gegen Düsseldorf noch sieben potentielle Stammkräfte nicht zur Verfügung standen und auf der Bank lediglich drei Akteure mit Profierfahrung Platz nehmen konnten. Bentley Baxter Bahn fällt zwar mit einem kleinen Muskelfaserriss in Osnabrück aus, doch Valmir Sulejmani und Jeremias Lorch sind bereits teilweise wieder ins Training eingestiegen, während Lamar Yarbrough im Laufe der Woche folgen soll. Die Hoffnungen auf das Trio sind mit Blick auf Samstag somit intakt.
Kurzfristig ist unterdessen zwar nicht mehr mit externem Zuwachs für den Kader zu rechnen, doch haben die Aachener Verantwortlichen im Bestreben, noch Verstärkungen an Land zu ziehen, ihre Fühler in verschiedene Richtungen ausgestreckt. Ganz oben auf der Agenda steht die Verpflichtung eines treffsicheren Angreifers, wobei weiterhin Lex Tyger Lobinger heiß gehandelt wird, den Viktoria Köln zum jetzigen Zeitpunkt aber wohl nur noch für eine hohe Ablöse im mittleren sechsstelligen Bereich abgeben wird.
Deutlich günstiger zu haben wäre der seit dem 1. Juli vereinslose Emmanuel Elekwa, der in dieser Woche und voraussichtlich bis Donnerstag in Aachen mittrainiert. Der 20 Jahre alte Angreifer, der mit 1,93 Metern eine körperlich beeindruckende Erscheinung ist, spielte in der vergangenen Saison für Viktoria Berlin und verbuchte in 31 Partien der Regionalliga Nordost drei Tore sowie zwei Vorlagen. Obwohl Elekwa teilweise auch auf dem Flügel eingesetzt wurde, scheint diese Quote kaum ausreichend, um den Deutsch-Spanier mit nigerianischen Wurzeln als Soforthilfe zu präsentieren.
Sollte Elekwa die ersten vielversprechenden Trainingseindrücke bestätigen, ist eine Verpflichtung als Perspektivspieler aber im Bereich des Möglichen.







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