
Mit einem Heimspiel gegen den SC Verl eröffnet der SV Waldhof Mannheim am morgigen Samstag die neue Saison – und natürlich mit dem Ziel, einen ersten Dreier einzufahren, um anders als in der letzten Saison die Kellerregionen der Tabelle nicht schon frühzeitig kennenlernen zu müssen.
Eine klare Zielsetzung haben die Verantwortlichen in der Quadratestadt zwar nicht ausgegeben, doch ist davon auszugehen, dass mindestens eine einigermaßen ruhige Saison fernab des Abstiegskampfs angestrebt wird. Dass in Mannheim keine geringe Erwartungshaltung vorhanden ist, lässt sich an der Anzahl der verkauften Dauerkarten erkennen. 4.200 Saisontickets bedeuten für die 3. Liga einen neuen Vereinsrekord, der freilich ein Stück weit auch eine Verpflichtung darstellt, eine bessere Saison zu spielen als die vergangene, in der erst im Endspurt der Sturz in die Regionalliga vermieden werden konnte.
Inwieweit die bisherigen Neuzugänge Adama Diakhaby, Diego Michel, Emmanuel Iwe, Jascha Brandt, Kushtrim Asallari und Jan Niemann mithelfen können, einen Schritt nach vorne zu machen, bleibt abzuwarten. In den letzten Testspielen spielte das Sextett nur eine untergeordnete Rolle und es würde nicht überraschen, wenn Trainer Dominik Glawogger gegen Verl eine Startelf ohne neues Gesicht auf den Platz schicken würde.
Der vom FC Teutonia 05 Ottensen aus der Regionalliga Nord gekommene Niemann darf aber immerhin auf der Bank Platz nehmen und aktuell auch davon ausgehen, die Nummer zwei im Waldhof-Tor zu sein. Nachdem Coach Glawogger noch vor wenigen Wochen erklärt hatte, eigentlich nicht mit nur zwei Torhütern in die neue Saison gehen zu wollen, ist genau das aber nun der Fall. Denn der in der vergangenen Tagen im Training getestete Kevin Broll, der nach seinem Vertragsende bei Omonia 29 Maiou auf Zypern ablösefrei hätte verpflichtet werden können und der als gebürtiger Mannheimer und ehemaliger Waldhof-Akteur eine besondere Verbindung zum Klub hat, wird nicht fest zum Aufgebot stoßen.
„Kevin hat einen guten Eindruck hinterlassen, wir haben ihm aber mitgeteilt, dass wir von einer Verpflichtung vorerst Abstand nehmen“, verriet Glawogger im Rahmen der Pressekonferenz am Donnerstag, dass der 29-Jährige nicht in den Konkurrenzkampf mit Niemann und dem aktuell als Nummer eins gesetzten Lucien Hawryluk treten wird. Die Suche nach einem neuen Schlussmann soll unterdessen weitergehen.
Hawryluks gestiegenes Standing lässt sich auch daran erkennen, dass der Ersatzkeeper der vergangenen Saison wie Marcel Seegert, Arianit Ferati, Felix Lohkemper, Tim Sechelmann und Janne Sietan dem neuen Mannschaftsrat angehört. Ebenfalls Bestandteil dieses Gremiums ist Lukas Klünter, der als neuer Kapitän fungiert und damit nach fünf Jahren Kollege Seegert ablöst.
Eine nachvollziehbare Entscheidung, nachdem Seegert teils auch verletzungsbedingt in der Rückrunde der vergangenen Saison bereits nur noch eine untergeordnete Rolle gespielt hatte und schon in dieser Phase regelmäßig von Klünter als Spielführer vertreten wurde. Dessen Ernennung zum Kapitän beruht auch auf den konstant guten Leistungen, die der 29-Jährige sowohl auf seiner angestammten rechten Abwehrseite, aber auch in der Innenverteidigung gebracht hat. Gegen Verl wird Klünter als Rechtsverteidiger erwartet und damit in einer Rolle, die dem gebürtigen Euskirchener die Möglichkeit bietet, mit seiner Schnelligkeit immer wieder auch offensiv Akzente zu setzen.







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