
Der SC Verl hat mit einem 2:2 beim SV Waldhof Mannheim einen ordentlichen Start in die neue Saison hingelegt, der sogar als richtig gut zu bewerten ist, wenn man die rund 70-minütige Unterzahl der Ostwestfalen berücksichtigt. Weil sich der von Fortuna Köln gekommene Joshua Eze nach 24 Minuten einen Ballverlust an der Mittellinie erlaubte und anschließend gegen Felix Lohkemper die Notbremse ziehen musste, war Verl in der Folge mit einem Mann weniger auf dem Feld, nahm aber dennoch einen Punkt mit.
Nicht zuletzt dank Berkan Taz, der schon nach 14 Minuten die 1:0-Führung erzielt hatte und dann bereits in Unterzahl nach 51 Minuten auch das 2:1 markierte. Der 26 Jahre alte Mittelfeldmann knüpfte damit nahtlos an seine starke Vorsaison mit 13 Toren und 14 Vorlagen in 37 Einsätzen an, die wenig überraschend auch andernorts nicht unbeobachtet geblieben ist.
Mit dem 1. FC Nürnberg, dem VfL Bochum und Preußen Münster mit Verls Ex-Trainer Alexander Ende wurden in einer relativ frühen Phase der Transferperiode gleich drei Zweitligisten als Interessenten genannt. Ein Abschied von Taz aus Münster galt trotz eines im Frühjahr bis 2026 verlängerten Vertrages als wahrscheinlich, zumal sich der gebürtige Berliner bei seiner Unterschrift nach Informationen der „Bild“ auch eine Ausstiegsklausel gesichert hat, die einen Wechsel für festgeschriebene 250.000 Euro ermöglichen soll.
Wie lange diese Klausel Gültigkeit besitzt, ist nicht bekannt. Münster allerdings hat sich auf der Position im offensiven Mittelfeld stattdessen mit Oliver Batista Meier, einem weiteren ehemaligen Verler, verstärkt. Und auch das Bochumer Interesse soll frühzeitig abgeflaut sein, während der Name Taz im Umfeld des 1. FC Nürnberg nicht mehr gefallen ist.
Der starke Saisonstart des 1,77 Meter großen Technikers dürfte nun aber wieder den einen oder anderen Klub aufmerksam gemacht haben. Insbesondere Vereine der 2. Bundesliga oder auch ambitionierte Drittligisten, die in den Startlöchern hängen geblieben sind und deshalb noch einmal reagieren wollen, könnten den Blick nach Verl richten. Geht es nach Zlatko Janjic, dann allerdings ohne Erfolg: „Solange ich in der Verantwortung stehe, bleibt Berkan in dieser Saison bei uns“, schloss Verls neuer Sportdirektor einen Verkauf des Top-Scorers aus und deutete zwischen den Zeilen damit auch an, dass die Ausstiegsklausel bereits abgelaufen sein könnte.
Am kommenden Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden (Anstoß: 16.30 Uhr) ruhen in jedem Fall wieder einige Hoffnungen auf Taz, der mit dafür sorgen soll, dass der erste Dreier eingefahren wird. Eze wird dann gesperrt fehlen, ebenso der von den Würzburger Kickers gekommene Angreifer Alem Japaur, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat.
Ob zu den bisherigen zehn Neuzugängen noch weitere Verstärkungen kommen, ist unterdessen offen und könnte maßgeblich auch davon abhängen, ob noch Spieler den Verein verlassen. Sofern Taz bleibt und die gute Auftaktleistung bestätigen kann, besteht allerdings eher kein Handlungsbedarf mehr. Ohnehin dürfte dem neuen Trainer Tobias Strobl daran gelegen sein, die Personalrochaden zu beenden und eine funktionierende Elf einzuspielen.







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