
Gemessen daran, dass die Personalsituation nicht optimal war und deshalb zuvor auch schon in der Vorbereitung nicht alles nach Plan laufen konnte, hat Alemannia Aachen mit dem torlosen Unentschieden beim VfL Osnabrück einen ordentlichen Start in die neue Saison hingelegt. Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Benedetto Muzzicato präsentierte sich die Alemannia defensiv einigermaßen stabil und ließ gegen freilich auch harmlose Gastgeber nur wenig zu, brachte selbst im Spiel nach vorne aber auch nur wenig zwingende Aktionen zustande.
Letzteres soll und muss sich schon am kommenden Wochenende ändern, ist dann doch mit der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim ein Aufsteiger auf dem Tivoli zu Gast, den man in der Tabelle klar hinter sich lassen möchte.
Dass die in Osnabrück angeschlagen ausgewechselten Jeremias Lorch und Lamar Yarbrough bereits am Dienstag wieder mit der Mannschaft trainieren konnten, nimmt Coach Muzzicato immerhin die Sorge, dass die Liste der Ausfälle nochmals verlängert wird, doch auf die erhofften Verstärkungen muss der 46 Jahre alte Deutsch-Italiener nach aktuellem Stand weiterhin warten.
Daraus, sich in der laufenden Sommertransferperiode noch mehrere Verstärkungen zu erhoffen, hat Muzzicato vergangene Woche im Interview mit der „Aachener Zeitung“ kein Geheimnis gemacht. Geht es nach dem Trainer, würde die Alemannia bis zum Transferschluss am 1. September noch zwei Innenverteidiger, einen Schienenspieler und zwei Offensivkräfte hinzuholen – wobei Muzzicato auch weiß, dass der wirtschaftliche Handlungsspielraum begrenzt ist.
Auf der Suche nach passenden Kräften setzt die Alemannia weiterhin auf Probeeinheiten. Aktuell tummeln sich drei Akteure auf dem Trainingsplatz, die sich für einen Vertrag in Aachen empfehlen möchten. Schon seit letzter Woche ist Emmanuel Elekwa dabei, der bis Juni noch bei Viktoria Berlin unter Vertrag stand und nun auf Vereinssuche ist. Der 1,93 Meter große Angreifer hat bislang einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen und darf weiter vorspielen.
„Wir haben uns noch nicht abschließend entschieden, aber das ist schon ein spannender Spieler“, verriet Muzzicato, dass sich Elekwa Chancen auf ein Engagement ausrechnen darf. Der 20-jährige Deutsch-Spanier mit nigerianischen Wurzeln, der bisher noch nicht oberhalb der Regionalliga gespielt hat, wäre allerdings eher eine Ergänzung denn eine sofortige Verstärkung für die Offensive.
Neu dabei sind in dieser Woche Kaylen Reitmaier und Enes Yilmaz, die mit 21 und 20 Jahren auch noch sehr jung sind. Mittelfeldspieler Yilmaz wurde bei Bayer Leverkusen ausgebildet und spielte in den vergangenen eineinhalb Jahren im Nachwuchs von US Lecce. Beim italienischen Erstligisten hat Yilmaz nun aber offenbar keine wirkliche Perspektive und peilt stattdessen die Rückkehr nach Deutschland an.
Torhüter Reitmaier, Sohn des langjährigen Bundesliga-Schlussmanns Claus Reitmaier, spielte zwei Jahre lang für Sparta Rotterdam, kam aber nur in der drittklassig aktiven zweiten Mannschaft zum Einsatz. Bei der Alemannia wäre Reitmaier der Ersatz für Elias Bördner, der den Absprung plant und beim Bonner SC gehandelt wird. Der 23-Jährige soll aber erst dann die Freigabe erhalten, wenn ein neuer Keeper gefunden ist.







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