
Wirkliche Zufriedenheit war rund um den SV Waldhof Mannheim nach dem 2:2 zum Saisonstart gegen den SC Verl nicht zu spüren. Aus gutem Grund, konnten die Buwe doch eine rund 70-minütige Überzahl nicht zu drei Punkten nutzen und verpassten so einen durchaus möglichen Auftakt nach Maß.
Dass mit Terrence Boyd und Marcel Seegert zwei Routiniers und eigentliche Führungsspieler gegen Verl gar nicht für den Spieltagskader berücksichtigt wurden, sorgte für Aufsehen und jede Menge Diskussionen – und in einem Fall nun auch für Konsequenzen. Denn am Mittwochabend gab der SV Waldhof den sofortigen Abschied von Seegert bekannt, der sich dem SSV Ulm anschließt. Beim Zweitliga-Absteiger soll Seegert die Lücke füllen, die der Kreuzbandriss von Johannes Reichert am vergangenen Wochenende gerissen hat.
„Die Entscheidung, den SV Waldhof zu verlassen, ist mir unglaublich schwergefallen. Der Verein, die Fans, meine Mitspieler und alle, die im Hintergrund mitwirken, bedeuten mir sehr viel“, kommentierte Seegert seinen Abgang, den der gebürtige Mannheimer nach 315 Pflichtspielen für die Buwe aber dennoch selbst forciert hat. Sicherlich in erster Linie wegen der stark eingetrübten sportlichen Perspektive unter Trainer Dominik Glawogger, der nicht wirklich auf den 31 Jahre alten Innenverteidiger setzte.
Mit Seegert verliert Mannheim fraglos eine Identifikationsfigur, der die Verantwortlichen um Geschäftsführer Gerhard Zuber aber den Wechselwunsch nicht verwehren wollten. Bewusst sein dürfte sich Zuber allerdings, dass die Personalie nochmals diskutiert werden dürfte, sollte sich der erhoffte Erfolg nicht einstellen. Nach dem 2:2 gegen Verl war rund um das Carl-Benz-Stadion ohnehin bereits eine gewisse Unruhe zu vernehmen und nicht jeder im Umfeld ist davon überzeugt, dass mit Glawogger der richtige Trainer in der Verantwortung steht.
Zumindest angreifbar gemacht hat sich Glawogger auch mit dem Tribünenplatz für Boyd, der seine Qualitäten als ausgewiesener Drittliga-Torjäger über Jahre bewiesen hat und der womöglich in der Endphase gegen Verl noch zu einem entscheidenden Faktor hätte werden können. Im badischen Landespokal durfte der 34-Jährige nun immerhin als Joker ran und stellte seinen Torinstinkt gleich wieder unter Beweis. Beim freilich auch zu erwartenden und in dieser Deutlichkeit standesgemäßen 8:1-Sieg bei Landesligist FV Mosbach setzte Boyd nach seiner Einwechslung in Minute 88 den Schlusspunkt. Zuvor hatten Samuel Abifade, Kushtrim Asallari und Adama Diakhaby jeweils doppelt getroffen und Seyhan Yigit ein Mal eingenetzt.
Nicht im Einsatz war in Mosbach Felix Lohkemper, der Doppeltorschütze gegen Verl. Der 30-Jährige fehlte sogar komplett im Aufgebot, was den Gerüchten um einen bevorstehenden Abschied neue Nahrung gab. Lohkemper besitzt in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel und wurde in den vergangenen Wochen immer wieder mit anderen Klubs, auch aus der 2. Bundesliga, in Verbindung gebracht.
Dass der Angreifer nach dem Auftakt gegen Verl auf die Frage zu seiner persönlichen Zukunft keine Antwort geben wollte und damit auch ein Bekenntnis zum SV Waldhof schuldig blieb, schürte die Spekulationen. Nicht ausgeschlossen, dass es auch bei Lohkemper zu einem kurzfristigen Abgang kommt.







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