
Nach dem torlosen Unentschieden im Auftaktspiel an der heimischen Bremer Brücke gegen Alemannia Aachen droht dem VfL Osnabrück ein Fehlstart in die neue Saison. Beim TSV 1860 München stehen die Lila-Weißen am Samstag in jedem Fall vor einer hohen Hürde, gelten die Löwen doch mit prominenten Verstärkungen wie allen voran Kevin Volland und Florian Niederlechner doch als ein heißer Aufstiegsanwärter.
Für den VfL Osnabrück geht es im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga hingegen erst einmal um Stabilität und darum, anders als in der zurückliegenden Spielzeit möglichst nichts mit den hinteren Regionen der Tabelle zu tun zu bekommen. Dafür aber wäre kurzfristig Zählbares in München wichtig und langfristig eine bessere Torausbeute als gegen Aachen sowie auch schon in der Vorbereitung.
Die Osnabrücker Verantwortlichen um Sportdirektor Joe Enochs und Trainer Timo Schultz wissen natürlich um die in der Offensive fehlende Qualität sowohl in der Spitze als auch in der Breite. Mit Bernd Riesselmann, Nikky Goguadze und Luc Ihorst stehen lediglich drei Stürmer im Kader, von denen die beiden Erstgenannten kaum Erfahrung in der 3. Liga aufweisen, während Neuzugang Ihorst in der Vergangenheit zwar sein Potential immer wieder angedeutet hat, aber in unschöner Regelmäßigkeit aber auch verletzungsbedingt auf Eis gelegt war.
Der vom SSV Jahn Regensburg verpflichtete Kai Pröger ist zwar noch eine erfahrene Offensivkraft, fühlt sich aber eigentlich mit Anlauf oder über den Flügel kommend wohler. Selbiges gilt für den 19-jährigen Ismail Badjie, der vielversprechende Anlagen hat, indes gegen Aachen passen musste und voraussichtlich auch in München noch nicht wieder zur Verfügung stehen wird.
Dass der VfL in der Sturmspitze noch Bedarf hat, steht außer Frage und mit Sargis Adamyan scheint der Wunschkandidat auch längst ausgemacht. Der 32 Jahre alte Armenier besitzt beim 1. FC Köln keine sportliche Perspektive mehr, allerdings noch einen gut dotierten Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Darin scheint der Knackpunkt zu liegen, warum die dem Vernehmen nach längst erzielte Einigung zwischen Osnabrück und Adamyan noch nicht in einen Abschluss mündete.
Im Vergleich zu seinem Kölner Gehalt im siebenstelligen Bereich pro Jahr müsste Adamyan in Osnabrück mit kolportierten 200.000 Euro pro Saison vorlieb nehmen und wäre dazu auch bereit. Allerdings nur dann, wenn der FC in Form einer Abfindung für einen Großteil der Differenz aufkommen würde. Köln und Adamyan sollen sich zwar zwischenzeitlich angenähert haben, doch der Angreifer hat dann laut „Express“ neue Forderungen gestellt und damit nicht nur seinen Noch-Arbeitgeber verstimmt, sondern auch sein Engagement in Osnabrück gefährdet.
Denn aufgrund der Unsicherheit, ob die Personalie Adamyan über die Bühne geht, dürfte man in Osnabrück auf andere Fährten verfolgen und sich auf die Suche nach Alternativen machen, um in den noch dreieinhalb Wochen bis zum Transferschluss am 1. September die erhoffte Verstärkung zu bekommen – wobei Trainer Schultz einen neuen Stürmer lieber heute als morgen begrüßen würde.







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