
Nach nur zwei Spieltagen hat die 3. Liga ihre erste Trainerentlassung. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage bei Hansa Rostock gab der SV Waldhof Mannheim die Trennung von Dominik Glawogger bekannt, der erst im April das Kommando übernommen hatte und im Abstiegskampf zum Retter avanciert war.
Der Start in die neue Saison, die mit einem 2:2 gegen den SC Verl begonnen hatte, fiel nun aber nicht wie erhofft aus, vor allem auch über die Ergebnisse hinaus. Mit der Versetzung von Torjäger Terrence Boyd und des mittlerweile zum SSV Ulm weitergezogenen Ex-Kapitäns Marcel Seegert auf die Tribüne machte sich Glawogger angreifbar und stand deshalb besonders unter Druck. Auch damit, auf eine Startelf ohne Neuzugänge zu setzen, sorgte der 35 Jahre alte Österreicher für ein gewisses Erstaunen. Offenbar auch bei den Verantwortlichen, die noch vor wenigen Wochen die Verhandlungen mit dem SSV Jahn Regensburg, bei dem Glawogger eigentlich ab dem 1. Juli als U19-Trainer unter Vertrag stand, zu einem erfolgreichen Ende gebracht hatten.
Geschäftsführer Gerhard Zuber bedankte sich in einem offiziellen Statement für Glawoggers Arbeit, ließ aber auch durchblicken, zuletzt mit dem Trainer nicht mehr auf einer Wellenlänge gelegen zu haben: „Einige Entwicklungen in den vergangenen Wochen haben uns dazu bewogen, auf der Trainerposition eine Veränderung vorzunehmen. Trotz personeller Kontinuität ist es uns zum Saisonstart nicht gelungen, den nächsten Schritt in unserer sportlichen Entwicklung zu gehen.“
Wenn die Buwe am Mittwoch im Landespokal bei der SpVgg Neckarelz antreten, wird vermutlich der bisherige Assistent Asif Saric übergangsweise in der Verantwortung stehen, der aber als Dauerlösung keine Option sein dürfte. Anschließend haben die Mannheimer Verantwortlichen etwas Zeit, einen Nachfolger zu verpflichten, steht das nächste Pflichtspiel doch mangels Qualifikation für den DFB-Pokal erst am 24. August gegen Viktoria Köln auf dem Programm.
Auszugehen ist davon, dass Zuber und Sportdirektor Mathias Schober bis zum Heimspiel gegen Köln, das nach Möglichkeit den ersten Dreier auf das Punktekonto bringen soll, einen Nachfolger installieren werden. Als Kandidaten nennt die „Rhein-Neckar-Zeitung“ mit Christoph Dabrowski einen Fußball-Lehrer, der die 3. Liga bestens kennt. Dabrowski war bis Dezember 2024 zweieinhalb Jahre lang Trainer von Rot-Weiss Essen und zuvor auch schon bei Hannover 96 in der 2. Bundesliga. Der 47-Jährige wäre frei und könnte sofort übernehmen.
Auch wenn die Erfahrung im deutschen Fußball für Dabrowski spricht, der bereits vor der Verpflichtung Glawoggers im April ein Thema war, machen auch noch andere Namen die Runde in der Quadratestadt. Allen voran Luc Holtz, der ganz aktuell seinen Rücktritt als Trainer der luxemburgischen Nationalmannschaft erklärt hat. Der 56-Jährige, dessen Aus zum Jahresende nach 15 Jahren im Amt schon zuvor festgestanden hatte, war schon in der Vergangenheit unter anderem bei Eintracht Braunschweig im Gespräch und könnte nun den Schritt nach Deutschland vollziehen. Gut möglich, dass Holtz sehr zeitnah in Mannheim präsentiert wird.







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