
Nach dem wilden 3:3 zum Auftakt bei Energie Cottbus hat der 1. FC Saarbrücken das erste Heimspiel der neuen Saison gegen Viktoria Köln mit 2:1 für sich entscheiden können und damit seine auch in dieser Saison wieder hohen Ambitionen unterstrichen. Dem Scheitern in der Relegation an Eintracht Braunschweig soll nun unbedingt der Aufstieg in die 2. Bundesliga folgen, nach dem sich das gesamte Umfeld sehnt.
Im Wissen um die hohe Erwartungshaltung und darum, selbst auch unter Druck zu stehen, wollen die Verantwortlichen um Sportdirektor Jürgen Luginger, Manager Rüdiger Ziehl und Trainer Alois Schwartz nichts unversucht lassen, um die Chancen auf den Sprung in die Zweitklassigkeit zu erhöhen – und denken deshalb nochmals intensiv über Nachbesserungen nach, auch weil das Verletzungspech schon mehrfach zuschlagen hat.
Richard Neudecker und Philip Fahrner sind am Dienstag zwar wieder ins Training eingestiegen, für das Pokal-Spiel am Freitag gegen den 1. FC Magdeburg aber noch keine Option. Jene Pokalpartie hat nicht zuletzt auch deshalb große Bedeutung, weil ein Weiterkommen den Spielraum auf dem Transfermarkt deutlich erhöhen würde. Nachdem der DFB die Pokalprämien nochmals leicht erhöht hat, würde die Teilnahme an der zweiten Runde alleine an TV- und Vermarktungsgeldern 423.772 Euro in die Kassen spülen. Hinzu käme dann je nach Gegner noch eine mehr oder weniger hohe Zuschauereinnahme.
Neben Neudecker und Fahrner stehen gegen Magdeburg weiterhin auch Sebastian Vasiliadis, Amine Naïfi und Patrick Sontheimer nicht zur Verfügung. Und aus diesem Trio wird auch nur Vasiliadis nach einer Muskelverletzung auf absehbare Zeit zurückkehren. Naïfi benötigt nach seinem im November letzten Jahres erlittenen Kreuzbandriss noch Zeit und der aus einer Zwangspause in Folge eines in der Relegation zugezogenen Zehenbruchs zurückgekommene Sontheimer ist mit einer gerade erlittenen Muskel-Sehnen-Verletzung „für längere Zeit“ außer Gefecht gesetzt.
Insbesondere der Ausfall von Sontheimer ist ein schwerer Schlag. Auch deshalb, weil auf der Sechser-Position die Alternativen rar sind. Routinier Manuel Zeitz, um dessen Absetzung als Kapitän es einige Irritationen gab, die mittlerweile aber aus der Welt geschaffen wurden, lieferte beim 2:1 gegen Viktoria Köln zwar eine ordentliche Leistung ab, ist mit 35 Jahren aber nur bedingt uneingeschränkt einplanbar. Tim Civeja und Elijah Krahn können zwar auch auf der Sechs spielen, sind aber andere Spielertypen als Sontheimer und vor allem offensiver orientiert.
Trainer Schwartz hat zuletzt bereits durchklingen lassen, sich noch Zuwachs auf der Sechser-Position zu wünschen: „Wenn wir da noch jemanden bekommen würden, wäre das sicher gut“, zitiert „Bild“ den Saarbrücker Coach, der zusammen mit Sportdirektor Luginger den Blick vor allem auf die 2. Bundesliga richten soll.
Auch in Liga zwei sind die ersten beiden Spieltage absolviert und der eine oder andere Akteur dürfte mit seiner bisherigen Einsatzzeiten nicht zufrieden, folglich offen sein für einen Wechsel. Bis zum 1. September hat der FCS noch Zeit, um nachzulegen und sich in der Spitze zu verstärken. Denn dass ein Neuzugang nicht für die Breite kommen würde, gilt angesichts der Ambitionen im Saarland auch als sicher.







Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen. 18+ | Erlaubt (Whitelist) | Suchtrisiken | Hilfe unter www.buwei.de | AGB gelten