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Lange sah es am vergangenen Wochenende danach aus, als würde nach dem 0:0 bei Erzgebirge Aue zum Auftakt auch das erste Heimspiel des FC Hansa Rostock in der neuen Saison torlos enden. Dann aber gelang Marco Schuster in der 78. Minute auf Vorlage von Viktor Bergh doch noch der 1:0-Siegtreffer gegen den SV Waldhof Mannheim, sodass unter dem Strich ein mit vier von sechs möglichen Punkten guter Start in die neue Spielzeit steht, an deren Ende die Kogge gerne in die 2. Bundesliga zurückkehren würde.
Bevor es im Drittliga-Alltag vor der ersten Länderspielpause noch zum FC Ingolstadt und zu Hause gegen die TSG Hoffenheim II geht, also zwei nicht unlösbar erscheinende Aufgaben auf dem Programm stehen, wartet auf den FC Hansa am Samstag im heimischen Ostseestadion ein Highlight. Zu Gast sind dann im Rahmen der ersten Runde des DFB-Pokals die Profis der TSG Hoffenheim, die sich indes auf einen heißen Tanz einstellen müssen.
Nachdem sich Hansa im vergangenen Jahr in der ersten Pokalrunde mit einer 1:5-Niederlage gegen Hertha BSC nicht mit Ruhm bekleckert hat, will es die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann diesmal besser machen – und natürlich gerne die vom DFB nochmals leicht erhöhte Prämie für den Einzug in Runde zwei von 423.772 Euro mitnehmen.
Wie die Überraschung klappen kann, weiß Ahmet Gürleyen: „Wir streben an, wieder kein Gegentor zu bekommen“, will der an den ersten beiden Spieltagen nur eingewechselte Innenverteidiger hinten wieder dicht halten und kündigt dem Bundesligisten bei allem Respekt zugleich alles andere als einen Spaziergang an: „Hoffenheim ist der Favorit. Alles schön und gut. Aber die müssen erst mal herkommen und sich beweisen.“
Im Vergleich zum Spiel gegen Mannheim könnte Coach Brinkmann punktuelle Änderungen vornehmen. So hat sich der erst vergangene Woche von Djurgårdens IF ausgeliehene Bergh nicht nur wegen seines Assists zum Siegtor für mehr als einen Joker-Einsatz empfohlen. Gut möglich, dass der Schwede, der im Frühjahr noch mit Djurgårdens im Halbfinale der Conference League gegen den FC Chelsea spielte, die linke Außenbahn übernimmt. Maximilian Krauß, der in dieser Rolle nicht optimal aufgehoben wirkte, könnte dafür offensiver agieren oder wie in der Vergangenheit für Energie Cottbus von der Bank aus für frischen Wind sorgen.
Generell kann Trainer Brinkmann weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Die schon länger fehlenden Felix Ruschke und Ryan Naderi sind zwar weiterhin nicht dabei, doch ansonsten könnte der gesamte Kader zur Verfügung stehen. Auch bei Andreas Voglsammer, der gegen Mannheim wegen einer Wadenblessur passen musste, könnte rechtzeitig fit werden. Darauf, dass der erfahrene Angreifer eine Option darstellen wird, wollte sich Brinkmann auf der Pressekonferenz am Donnerstag aber noch nicht festlegen.
Dafür gab der Hansa-Coach aber eine klare Marschroute aus: „Wir wollen selbstbewusst auftreten und unseren Teil zu einem guten Fußballspiel beitragen. Aber wir müssen auch zu 100 Prozent unsere Kernarbeit abliefern, weil Hoffenheim ansonsten zu gut ist“, so der 39-Jährige, der darauf hofft, eine „Pokal-Atmosphäre“ kreieren zu können.







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