

Foto: Shutterstock/ Vitalii Vitleo
Zum ersten Mal seit 2013 hat der FC Energie Cottbus die erste Runde im DFB-Pokal überstanden. Dank eines frühen Tores von Tolcay Cigerci in der zwölften Spielminute setzten sich die Lausitzer am Samstagabend vor 18.659 Zuschauern im LEAG Energie Stadion gegen Hannover 96 mit 1:0 durch. Gegen die Niedersachsen, die nach zwei Siegen zum Start in die neue Saison der 2. Bundesliga mit breiter Brust angereist waren, avancierte neben Cigerci Torwart Alexander Sebald zum Matchwinner.
Der 29-Jährige, der nicht nur einen Elfmeter von Boris Tomiak stark pariert, sondern mehrfach auf dem Posten war, hätte eigentlich gar nicht gespielt, rückte aber zwischen die Pfosten, weil sich Stammkeeper Elias Bethke beim Aufwärmen am Oberschenkel verletzte.
Trainer Claus-Dieter Wollitz konnte nach der Partie noch keine genaue Diagnose von Bethkes Verletzung mitteilen, erklärte aber, dass es sich mindestens um einen Muskelfaserriss handelt, möglicherweise auch um eine noch schwerere Verletzung. Am heutigen Montag soll eine MRT-Untersuchung Aufschluss darüber geben, wie schlimm es Bethke erwischt hat und wie lange der FC Energie auf seine Nummer eins verzichten muss. Aktuell ist aber davon auszugehen, dass der 22-Jährige mehrere Wochen ausfallen wird, sodass neben Sebald nur noch der unerfahrene Max Böhnke zur Verfügung steht.
„In Abhängigkeit von der Ausfallzeit müssen wir dann entscheiden, ob wir noch etwas machen“, deutete Wollitz im „kicker“ an, dass im Falle einer Hiobsbotschaft noch ein zusätzlicher Torhüter unter Vertrag genommen werden könnte. Cottbus hätte dann noch eine weitere Baustelle, sollen in den verbleibenden zwei Wochen der Sommertransferperiode doch ohnehin noch mehrere Verstärkungen kommen. Auf der Agenda stehen so noch ein Innenverteidiger, ein Außenverteidiger und ein möglichst schneller Flügelspieler.
Hilfreich beim Bestreben, noch passende Verstärkungen an Land ziehen zu können, dürfte der Pokal-Coup sein. Denn alleine der Einzug in die zweite Runde beschert den Lausitzern vom DFB schon garantierte Einnahmen in Höhe von 423.772 Euro für TV- und Vermarktung. Bei einem attraktiven Los ist zudem mit weiteren Einnahmen durch ein volles Stadion zu rechnen – und natürlich ist wieder die Chance auf einen Erfolg vorhanden, der dann sogar sichere 847.544 Euro bringen würde.
Wer der Gegner in der zweiten Runde ist, erfährt der FC Energie bei der Auslosung am 31. August. Bis dahin sollte der Kader weitgehend stehen, bleiben dann bis zum Transferschluss am 1. September doch nur noch 24 Stunden.
Bis dahin sind indes nicht nur Neuzugänge möglich, sondern es könnten auch noch Spieler den Verein verlassen. Als Kandidaten gelten in diesem Zusammenhang vor allem Innenverteidiger Dennis Slamar und Angreifer Romario Hajrulla, die gegen Hannover jeweils nicht für den 20er-Kader berücksichtigt wurden und auch künftig keinen einfachen Stand hätten. Bis dato sind für beide Akteure aber keine Interessenten bekannt. Gut möglich aber, dass sich das im Transferendspurt noch ändert.







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