
Nach einjährigem Intermezzo in der Regionalliga West hat sich der MSV Duisburg im Sommer in der 3. Liga zurückgemeldet und in den vergangenen Wochen gleich einige Ausrufezeichen gesetzt. Als einziger Drittligist haben die Zebras mit drei Siegen an den ersten drei Spieltagen einen perfekten Saisonstart hingelegt und führen folgerichtig die Tabelle an, wobei die eingefahrenen neun Zähler erst einmal die Basis dafür darstellen, die Abstiegszone aus der Ferne betrachten zu können.
Natürlich sind in Duisburg auch schon Träume vom Durchmarsch in die 2. Bundesliga vorhanden, wie er in der jüngeren Vergangenheit der SV Elversberg, Preußen Münster und dem SSV Ulm gelungen ist. Diese beschränken sich bislang aber auf das Umfeld und die Fans, während die Verantwortlichen um Geschäftsführer Michael Preetz an einer nachhaltig positiven Entwicklung arbeiten und auch nach der vergangene Woche erfolgten Komplettierung des Torhüterteams durch Omer Hanin (Hapoel Haifa) mit ihrer Kaderplanung noch nicht durch sind.
Obwohl an den ersten drei Spieltagen beachtliche acht Tore erzielt wurden, die ligaweit gemeinsam mit der TSG Hoffenheim II und dem SV Wehen Wiesbaden den Spitzenwert darstellen, sucht der MSV noch nach einem Mittelstürmer. Mit dem zwei Mal erfolgreichen Thilo Töpken, Tim Heike und Jannik Zahmel stehen aktuell nur drei Angreifer zur Auswahl, die allesamt auch erst noch über einen längeren Zeitraum ihre Qualitäten nachweisen müssen.
Die Zebras wollen deshalb noch einen gestandenen Stürmer hinzuholen, der allerdings nicht Florian Dietz heißen wird. Dietz wurde zwar auch gehandelt, hat zu Wochenbeginn aber seinen Wechsel vom 1. FC Köln zum SSV Jahn Regensburg vollzogen und ist damit vom Markt. Anders als Jannik Mause, der sich beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Abstellgleis befindet und bis zum Transferschluss am Montag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch wechseln wird.
Nach Informationen von „Sky“-Reporter Dennis Bayer bemüht sich der MSV Duisburg nicht nur um Mause, sondern befindet sich sogar schon in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine einjährige Ausleihe, wobei eine finale Einigung bislang noch nicht erzielt werden konnte. Weitere Drittligisten sind auch noch im Rennen um den 27-Jährigen, der insbesondere mit Rot-Weiss Essen und mit Hansa Rostock in Verbindung gebracht wird, die Duisburg in finanzieller Hinsicht wohl überlegen wären.
In Kaiserslautern spielt Mause ein Jahr nach seiner 600.000 Euro teuren Verpflichtung vom FC Ingolstadt keine Rolle mehr. Als amtierender Torschützenkönig der 3. Liga in die Pfalz gewechselt, konnte Mause beim FCK nicht Fuß fassen und wurde bereits im Winter an die SpVgg Greuther Fürth verliehen. Auch bei den Franken blieb Mause aber den Beweis seiner Zweitliga-Tauglichkeit schuldig und war am Saisonende außen vor.
Zurück in Kaiserslautern war rasch klar, dass sich trotz eines zwischenzeitlich vollzogenen Trainerwechsels von Markus Anfang zu Torsten Lieberknecht nichts an Mauses Situation ändern würde. Weil der frühere Junioren-Nationalspieler noch einen Vertrag bis 2027 besitzt, der dem Vernehmen nach gut dotiert ist, würden die Roten Teufel Mause gerne ganz abgeben oder zumindest verleihen und dadurch den Gehaltsetat entlasten.







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