
Wie die ersten beiden Spielklassen gönnt sich auch die 3. Liga eine knapp zweiwöchige Länderspielpause. Vier Spieltage sind auf drittklassiger Ebene bereits absolviert und in der Tabelle lassen sich erste Tendenzen erkennen. Etwa, dass die Aufsteiger TSV Havelse und 1. FC Schweinfurt 05 Probleme bekommen werden, die Liga zu halten. Ebenso, dass die Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg und SSV Ulm eher keine Kandidaten für den direkten Wiederaufstieg sind, wohingegen der TSV 1860 München seiner Favoritenrolle gerecht werden und Aufsteiger MSV Duisburg positiv überraschen könnte.
In jedem Fall hat die 3. Liga auch in der Saison 2025/26 wieder reichlich Spannung und Unterhaltung zu bieten. Es überrascht daher nicht, dass die Stadien auch im neuen Spieljahr in den meisten Fällen gut gefüllt sind, woran oft auch die Fans der Gastmannschaft gehörigen Anteil haben.
Am vierten Spieltag gab es gleich mehrere Partien, zu denen die Auswärtsteams eine überschaubare Anreise auf sich nehmen mussten, was sich in den vollen Gästekurven bemerkbar machte. Gleich vier Klubs waren schon nach weniger als 200 Kilometern am Ziel, wobei auf der anderen Seite aber auch vier Vereine über 500 Kilometer zurücklegen mussten. Während Jahn Regensburg und Erzgebirge Aue dennoch auf eine ordentliche Unterstützung bauen konnten, war der Anhang des FC Ingolstadt in Cottbus in eher geringer Zahl vor Ort. Die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim war derweil in Rostock beinahe alleine, was freilich auch bei geringeren Entfernung regelmäßig der Fall ist.
Nachfolgend die 3. Liga Auswärtsfahrer vom vergangenen Wochenende inklusive der gesamten Zuschauerzahl sowie der Entfernung zwischen beiden Städten (Quelle teilweise: diefalsche9.de)
Viktoria Köln – SSV Jahn Regensburg 3.550 Zuschauer / 4000 Gästefans / 501 Reisekilometer
Energie Cottbus – FC Ingolstadt 10.631 Zuschauer / 120 Gästefans / 500 Reisekilometer
1. FC Saarbrücken – Erzgebirge Aue 11.740 Zuschauer / 270 Gästefans / 578 Reisekilometer
SC Verl – MSV Duisburg 3.810 Zuschauer / 2.100 Gästefans / 151 Reisekilometer
TSV 1860 München – VfB Stuttgart II 15.000 Zuschauer / 150 Gästefans / 260 Reisekilometer
TSV Havelse – VfL Osnabrück 2.812 Zuschauer / 2.600 Gästefans / 149 Reisekilometer
Hansa Rostock – TSG Hoffenheim II 24.126 Zuschauer / 11 Gästefans / 769 Reisekilometer
SSV Ulm – Waldhof Mannheim 11.655 Zuschauer / 1.770 Gästefans / 216 Reisekilometer
1. FC Schweinfurt 05 – SV Wehen Wiesbaden 3.681 Zuschauer / 120 Gästefans / 191 Reisekilometer
Rot-Weiss Essen – Alemannia Aachen 19.300 Zuschauer / 2.600 Gästefans / 139 Reisekilometer
Rang eins im Ranking der meisten Auswärtsfahrer teilen sich am vierten Spieltag der VfL Osnabrück und Alemannia Aachen – wobei die Alemannia wohl nicht zuletzt wegen einer vergleichsweise kurzen Anreise noch deutlich mehr als 2.600 Fans mitgebracht hätte, wenn das Kartenkontingent nicht begrenzt gewesen wäre.
Während der Aachener Anhang in einem stimmungsvollen Westklassiker bei Rot-Weiss Essen einen kuriosen, weil durch drei Elfmetertore von Neuzugang Lars Gindorf herausgeschossenen 3:2-Sieg bejubeln durfte, waren die Osnabrücker in Hannover beim TSV Havelse zahlenmäßig deutlich in der Überzahl – und am Ende auch die glücklichen Sieger. Dass mutmaßlich Personen aus dem Umfeld des VfL in der Nacht vor dem Spiel ihren Protest gegen hohe Ticketpreise in der Form zum Ausdruck brachten, dass im Havelser Heimstadion schwere Schäden in sechsstelliger Euro-Höhe hinterlassen wurden, warf auf die Begegnung leider einen Schatten und rief auch eine klare Distanzierung von Vereinsseite hervor.







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