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Beim SV Traktor Dargun steht der FC Hansa Rostock am Samstag im Landespokal vor einer Pflichtaufgabe, die die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann auch dafür nutzen sollte, das in den letzten Wochen etwas angeknackste Selbstvertrauen wieder zu vergrößern.
Denn nach einem ordentlichen Start mit vier Punkten aus den Spielen bei Erzgebirge Aue (0:0) und gegen Waldhof Mannheim (1:0) verlor die Kogge zunächst in der ersten Runde des DFB-Pokals klar mit 0:4 gegen die TSG Hoffenheim und verbuchte aus den folgenden beiden Ligaspielen beim FC Ingolstadt (1:1) und gegen die Hoffenheimer Zweitvertretung (0:1) nur einen von sechs möglichen Punkten.
Unter dem Strich steht Hansa nach vier Spieltage lediglich auf dem zwölften Platz und liegt schon drei Zähler hinter den eigentlich angepeilten Aufstiegsrängen. Noch herrscht an der Ostsee zwar Ruhe, doch weitere Misserfolge könnten die Situation verändern, zumal die Erwartungshaltung im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und nach einer guten Rückrunde in der vergangenen Saison hoch ist.
Ein Problem im bisherigen Saisonverlauf ist fraglos die schwache Torausbeute. In fünf Pflichtspielen gelangen Rostock lediglich zwei Treffer. Freilich auch, weil mit Andreas Voglsammer, Ryan Naderi und zuletzt auch David Hummel mehrere Angreifer ausgefallen sind und auch noch weiter fehlen. Gegen Hoffenheim II blieb Coach Brinkmann nur Youngster Tim Krohn als gelernter Stürmer, der als Joker in die Partie kam. Von Beginn an lief derweil mit Paul Stock ein Mittelfeldspieler als einzige Spitze auf, kam in der ungewohnten Rolle aber nicht wirklich zurecht und konnte kaum Akzente setzen.
Zwar ist mit Voglsammer, Naderi und Hummel, die allesamt an Muskelverletzungen laborieren, in nicht allzu ferner Zukunft wieder zu rechnen, aber der Saisonstart hat dennoch deutlich gemacht, dass die Personaldecke in vorderster Front sehr, vielleicht auch zu dünn ist.
Die Hansa-Verantwortlichen um Sportchef Amir Shapourzadeh haben die Problematik erkannt und in den letzten Tagen vor Transferschluss am Montag offenbar nochmal ihre Fühler nach einem neuen Stürmer ausgestreckt. Und lau einem Bericht des dänischen „Tipsbladet“ soll der FC Hansa auch Nägel mit Köpfen gemacht und Emil Holten für ein Jahr vom schwedischen Erstligisten IF Elfsborg ausgeliehen haben, inklusive einer Kaufoption. Elfsborg hatte zuvor eine eigentlich noch bis zum Jahresende vereinbarte Leihe Holtens zum norwegischen Fredrikstad FK vorzeitig beendet.
Bislang allerdings wurde der 1,95 Meter große Angreifer in Rostock noch nicht als Neuzugang vorgestellt, was rund ums Ostseestadion für Rätselraten und Ungewissheit sorgt. Als geplatzt freilich wurde der Wechsel Holtens auch noch nicht deklariert, sodass momentan davon auszugehen ist, dass alles am Deadline Day rechtzeitig abgewickelt wurde, noch aber die eine oder andere Formalie fehlt, bevor Vollzug gemeldet werden kann.
Sofern alles glatt verlaufen ist, könnte Holten am Samstag im Landespokal debütieren und die zuletzt vorhandene Lücke im Hansa-Sturm schließen. Dafür hat Sportchef Shapourzadeh wohl auch Patrick Hobsch vom TSV 1860 München in Betracht gezogen, der vom Ligarivalen aber für einen Wechsel nach Rostock und damit zu einem möglicherweise direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen keine Freigabe erhalten hat.







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