
Im Landespokal-Achtelfinale hat der SSV Ulm am Mittwoch nichts anbrennen lassen und gegen Landesligist VfL Pfullingen einen standesgemäßen 7:1-Sieg eingefahren. Etwas mehr als 2.000 Zuschauer im Donaustadion sahen dabei einen erfolgreichen Einstand von Dominik Martinovic, der erst kurz vor Transferschluss von Rot-Weiss Essen verpflichtet worden war und dann als Joker in der 82. Minute das zwischenzeitliche 5:1 erzielte.
„Wir wollten uns bewusst nochmals qualitativ verstärken und bekommen mir Dominik einen Spieler dazu, der uns sofort weiterhelfen kann, der die Liga sehr gut kennt und weiß, wo das Tor steht. Deshalb freuen wir uns, dass er sich für den SSV entschieden hat“, hatte Ulms Geschäftsführer Markus Thiele tags zuvor bei der offiziellen Präsentation die Verpflichtung des 28 Jahre alten Deutsch-Kroaten kommentiert.
Eigentlich hatten die Spatzen aber sogar zwei Verstärkungen für den Sturm geplant, doch die Verpflichtung von Fabian Schleusener vom Karlsruher SC zerschlug sich. Der SSV war sich mit dem 34-Jährigen zwar über einen längerfristigen Vertrag einig, doch weil der KSC und der als Nachfolger gedachte Imad Rondic (mittlerweile vom 1. FC Köln an Rakow Czestochowa verliehen) kurzfristig doch keinen gemeinsamen Nenner fanden, platzte der Deal.
Passend zum nicht optimal verlaufenen Transferfinale und noch mehr zum mit nur drei Punkten aus den ersten vier Spielen sowie der schweren Knieverletzung von Kapitän Jo Reichert alles andere als gelungenen Saisonstart hatte Ulm am Mittwochabend auch mit Pfullingen zunächst Probleme und ging mit einem 1:1 in die Pause. Erst im zweiten Durchgang wurden die Spatzen ihrer Favoritenrolle gerecht und schafften den Einzug ins Viertelfinale, der die Chance auf die Teilnahme am nächstjährigen DFB-Pokal umfasst.
Gerade die ersten 45 Minuten war aber nicht dazu angetan, mit überbordendem Optimismus auf die nächsten Wochen zu blicken, die nach der Länderspielpause gleich mit zwei schwierigen Aufgaben auswärts bei Alemannia Aachen und beim 1. FC Saarbrücken beginnen. Die während der mit 1:2 gegen den SV Waldhof Mannheim verlorenen Partie am vergangenen Wochenende bereits sehr deutlich zu vernehmende Kritik an Geschäftsführer Markus Thiele und Trainer Robert Lechleiter wird indes nur bei positiven Ergebnissen weniger werden. Andernfalls dürften die ebenfalls nicht zu überhörenden Rufe nach Ex-Trainer Thomas Wörle, dessen Entlassung im März im Umfeld schon auf wenig Verständnis gestoßen ist, kaum leiser werden.
Martinovic ist nun ein Hoffnungsträger, hat allerdings selbst keine optimalen Monate hinter sich. In der Rückrunde der vergangenen Saison verbuchte der Angreifer zwar sechs Vorlagen in 19 Einsätzen und hatte so seinen Anteil am Klassenerhalt von Rot-Weiss Essen, blieb selbst aber ohne Tor und rückte wohl nicht zuletzt wegen der nicht vorhandenen Trefferquote beim Ulmer Ligarivalen ins zweite Glied.
Bei den Spatzen soll Martinovic, der in insgesamt 162 Spielen in der 3. Liga mit 42 Toren und 33 Assists seine Qualitäten schon hinlänglich bewiesen hat, nun mit für einem Umschwung sorgen. Bleibt dieser in den nächsten Wochen aus, könnte es für Lechleiter und Thiele sehr ungemütlich werden.







Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen. 18+ | Erlaubt (Whitelist) | Suchtrisiken | Hilfe unter www.buwei.de | AGB gelten