

Mit vier Punkten aus den ersten vier Spielen hat der FC Erzgebirge Aue allenfalls einen sehr durchwachsenen Start in die neue Saison hingelegt und bei der 1:4-Niederlage vor der aktuellen Länderspielpause beim 1. FC Saarbrücken einen Eindruck hinterlassen, der nur mit besorgniserregend umschrieben werden kann.
Schon früh ist deshalb Druck vorhanden, insbesondere auf Trainer Jens Härtel, der nach seiner Verpflichtung im vergangenen Winter in der schon nicht überzeugenden Rückrunde der vergangenen Saison noch ein Stück weit Schonzeit besessen hat. Nach der Länderspielpause und einer Pflichtaufgabe im Landespokal am Samstag bei der SG Traucha sollten die Veilchen zu Hause gegen Viktoria Köln besser punkten, um zunehmende Unruhe zu vermeiden, zumal anschließend bei Energie Cottbus und beim VfL Osnabrück gleich zwei als nicht einfach einzustufende Auswärtsspiele auf dem Programm stehen.
Ein kleiner Mutmacher war nun am Mittwoch das 1:1 im Testspiel gegen den 1. FC Magdeburg, wobei die zweite Hälfte gegen den Zweitligisten aufgrund zahlreicher personeller Wechsel auf beiden Seiten eher ein Muster ohne Wert war. Während das Comeback von Ricky Bornschein nach über vier Monaten Zwangspause in Folge einer Tumor-OP eine sehr erfreuliche Nachricht war, konnte Coach Härtel die 90 Minuten nutzen, um gleich zwei Optionen für die linke Abwehrseite auszutesten.
„Man hat gesehen, dass es auch geht, ob mit Anthony Barylla oder Paul Seidel. Sie haben es beide nicht schlecht gemacht“, analysierte Härtel, ließ aber gegenüber „Tag24“ auch durchblicken, sich noch einen gelernten Linksverteidiger zu wünschen, indes ohne Forderungen zu stellen: „Klar, einen Linksfuß zu haben, ist schon noch mal etwas anderes. Wir müssen schauen, was noch geht, aber ich muss mich auf das konzentrieren, was geht und das ist die aktuelle Mannschaft.“
Die ohnehin schon seit längerem laufende Suche nach einem linken Verteidiger hat zu Wochenbeginn nochmals an Dringlichkeit hinzugewonnen. Denn ging es bisher nur um einen Backup oder einen Konkurrenten für Moritz Seiffert, hat dessen im Training erlittener Schlüsselbeinbruch nun eine neue Situation ergeben.
Um die Notwendigkeit, auf den wohl monatelangen Ausfall von Seiffert noch zu reagieren, weiß natürlich auch Geschäftsführer Matthias Heidrich, der seine Fühler längst in verschiedene Richtungen ausgestreckt hat und aktuell daran arbeitet, möglichst schnell einen Neuzugang präsentieren zu können. „Die Gespräche laufen. Jetzt geht es darum, wen wir von Aue überzeugen können“, gab Heidrich einen Einblick in seine Bemühungen, die sich freilich auf einen sehr überschaubaren Markt beschränken, da seit Montagabend nur noch vereinslose Spieler verpflichtet werden dürfen.
Mit Bryan Hein (zuletzt Jahn Regensburg), Niko Gießelmannm, Kerim Calhanoglu (beide zuletzt Greuther Fürth) oder Lennart Czyborra (CFC Genua 1893) wären aber einige Linksverteidiger auf Jobsuche, die durchaus ins Auer Raster passen könnten und sogar höherklassige Erfahrung mitbrächten. Auch Lukas Scherff (zuletzt Hansa Rostock), Jonas Weik (zuletzt SV Sandhausen) und Nico Rieble (zuletzt SV Wehen Wiesbaden) wären zu haben, sodass die Chancen intakt sind, dass der FC Erzgebirge demnächst fündig wird.







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