
Mit der 2:3-Niederlage im eigenen Stadion gegen Alemannia Aachen hat der zuvor mit fünf Punkten aus drei Spielen ordentliche Saisonstart von Rot-Weiss Essen erste Kratzer bekommen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat, die in der ersten Pokalrunde gegen Borussia Dortmund zwar knapp mit 0:1 unterlag, aber dabei ihr Potential gezeigt hat, verbringt die aktuelle Länderspielpause deshalb nur auf dem neunten Tabellenplatz.
Gemessen daran, dass RWE bei Koschinats Amtsantritt im Dezember vergangenen Jahres in höchster Abstiegsnot war, ist ein Platz im Tabellenmittelfeld zwar ein Erfolg, doch eine starke Rückrunde hat in Kombination mit namhaften Neuzugängen die Erwartungshaltung an der Hafenstraße sprunghaft steigen lassen.
Zum SSV Jahn Regensburg, der nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und einem großen Umbruch noch Probleme hat und erst vier Zähler einfahren konnte, reist RWE aus Sicht vieler Experten deshalb am Freitag als Favorit. Zum erhofften Erfolg in der Oberpfalz soll auch Jannik Mause seinen Teil beitragen. Der 27 Jahre alte Angreifer, der zuvor unter anderem auch mit Hansa Rostock und dem MSV Duisburg in Verbindung gebracht wurde, entschied sich kurz vor Transferschluss für einen Wechsel auf Leihbasis nach Essen.
In Essen hofft Mause, an seine Leistungen in der Saison 2023/24 anknüpfen zu können, an deren Ende der frühere Junioren-Nationalspieler als Torschützenkönig der 3. Liga vom FC Ingolstadt zum 1. FC Kaiserslautern wechselte. Bei den Roten Teufeln allerdings wurde Mause nicht glücklich und zog bereits im Winter per Leihe zur SpVgg Greuther Fürth weiter. Auch dort konnte der 1,88 Meter große Angreifer aber nicht Fuß fassen und war im Endspurt sogar nicht mehr im Kader.
Zurück in Kaiserslautern boten sich Mause im Juli auch keine guten Perspektiven. Vielmehr zeichnete sich früh ab, dass Mause trotz eines zwischenzeitlichen Trainerwechsels während seiner Zeit in Fürth beim FCK keine Zukunft haben würde. Nach Spekulationen in verschiedene Richtungen erhielt letztlich RWE den Zuschlag, wo Mause zurück zu alter Form und Treffsicherheit finden möchte. Sollte dieses Vorhaben erfolgreich sein und Essen die Zusammenarbeit über diese Saison hinaus verlängern wollen, würde es allerdings teuer. Denn laut der „WAZ“ besitzt RWE zwar eine Kaufoption, die allerdings bei stattlichen 600.000 Euro liegen soll – also bei jener Summe, die Kaiserslautern vor gut einem Jahr nach Ingolstadt überwiesen hat.
Während Mause neu hinzugekommen ist, hat mit Dominik Martinovic ein anderer Stürmer Essen kurz vor Transferschluss verlassen. Der 28-Jährige, der erst zu Jahresbeginn an der Hafenstraße angeheuert hatte und durchaus seinen Teil zum Klassenerhalt beitragen konnte, ist trotz einer guten Vorbereitung ins zweite Glied gerutscht und wollte sich damit nicht zufrieden geben.
Martinovic unterschrieb deshalb beim SSV Ulm, wo der in Stuttgart geborene Kroate nahe der Heimat auf mehr Spielzeit hofft. Zumindest gegen RWE allerdings wird sich Martinovic mit der Zuschauerrolle begnügen müssen. Denn laut der „WAZ“ enthält die Transfervereinbarung eine Klausel, die einen Einsatz des Angreifers in beiden Duellen der laufenden Saison mit Essen untersagt. Spielt Martinovic dennoch, müsste Ulm eine Strafzahlung leisten, die im fünfstelligen Bereich liegen soll.







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