
Mit einem 7:1-Sieg im Landespokal gegen den VfL Pfullingen hat der SSV Ulm die Länderspielpause dazu genutzt, Selbstvertrauen zu tanken, nachdem der Start in die Saison nicht wie erhofft verlaufen war. Nur drei Punkte aus den ersten vier Partien der 3. Liga sowie der Langzeit-Ausfall von Kapitän Jo Reichert haben im Umfeld des Zweitliga-Absteigers die Befürchtung aufkommen lassen, dass es auf direktem Wege zurück in die Regionalliga gehen könnte.
Dementsprechend waren bei der 1:2-Niederlage vor der Länderspielpause gegen den SV Waldhof Mannheim im Donaustadion Unmutsbekundungen in Richtung von Trainer Robert Lechleiter und Geschäftsführer Markus Thiele deutlich vernehmbar, ebenso Rufe nach dem im März entlassenen, doppelten Aufstiegstrainer Thomas Wörle.
Vor der englischen Woche mit Spielen bei Alemannia Aachen, beim 1. FC Saarbrücken und gegen den SSV Jahn Regensburg lastet auf den Spatzen nun schon ein gewisser Druck, wäre bei einer geringen Punktausbeute doch ein längerer Aufenthalt im Tabellenkeller kaum noch zu vermeiden – und die Unruhe im Hinblick auf die sportliche Leitung würde sicherlich nicht weniger.
Als Hoffnungsträger für einen Aufschwung fungieren zwei neue Offensivkräfte, die in der Länderspielpause zum Kader gestoßen sind. Zunächst wurde Dominik Martinovic von Rot-Weiss Essen verpflichtet, der im Landespokal gegen Pfullingen bereits seinen Einstand feierte und direkt traf. Der 28-Jährige kann 42 Tore sowie 33 Vorlagen in 162 Drittliga-Spielen vorweisen und wäre mit einer ähnlichen Quote für die mit bisher vier Treffern an den ersten vier Spieltagen harmlosen Spatzen eine wesentliche Bereicherung.
Erst am gestrigen Dienstag vermeldete der SSV Ulm dann die Verpflichtung von Leon Dajaku, die deshalb auch eine gute Woche nach Transferschluss noch möglich war, weil der 24-Jährige seit seinem Vertragsende in den Vereinigten Arabischen Emiraten beim Sharjah FC ohne Klub war. Nun unterschrieb Dajaku, den der FC Bayern München 2019 für 1,5 Millionen Euro aus dem Nachwuchs des VfB Stuttgart verpflichtet und zwei Jahre später für den gleichen Betrag an den 1. FC Union Berlin verkauft hat, einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027.
„Leon ist genau der Spielertyp, den wir noch gesucht haben. Er kann im offensiven Mittelfeld Chancen kreieren und unserem Spiel noch mehr Qualität geben. Wir freuen uns, dass wir ihn nach der Transferphase für uns gewinnen konnten“, zeigte sich Geschäftsführer Thiele auf der vereinseigenen Webseite sehr zufrieden mit der geglückten Verpflichtung, die dem Kader in der Offensive auch nochmals mehr Breite gibt.
Während der im nahegelegenen Waiblingen geborene Dajaku nach mehreren Wochen ohne Verein wohl etwas Zeit benötigen wird, um für den Drittliga-Alltag komplett fit zu werden, ist Aleksandar Kahvic erst einmal keine Alternative mehr. Der bosnische U21-Nationalspieler, der in seinem ersten Jahr in Ulm nicht wirklich Akzente setzen konnte, wurde bis zum Ende der Saison an den slowenischen Erstligisten NK Domzale verliehen.
Ob Kahvic, der noch einen Vertrag bis 2029 besitzt, anschließend einen neuen Anlauf in Ulm unternehmen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest nach aktuellem Stand ist eine Rückkehr im Sommer 2026 aber geplant.







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