
Mit vier Punkten aus den ersten drei Ligaspielen bei Energie Cottbus (3:3), gegen Viktoria Köln (2:1) und beim VfL Osnabrück (0:2) sowie dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Magdeburg (1:3) hat der 1. FC Saarbrücken sicherlich nicht ganz den erhofften Saisonstart hingelegt. Zu aller Unruhe im Umfeld, die auf unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich der künftigen Vereinsstruktur des Präsidiums auf der einen und der aktiven Fanszene auf der anderen Seite basiert, kamen so früh auch schon Diskussionen darüber, ob Alois Schwartz der richtige Trainer für den angepeilten Aufstieg in die 2. Bundesliga ist.
Der im Endspurt der vergangenen Saison gekommene, aber letztlich in der Relegation knapp an Eintracht Braunschweig gescheiterte Schwartz hat mit seiner Elf nun aber dem schon wichtigen 4:1 gegen Erzgebirge Aue vor der Länderspielpause am vergangenen Wochenende einen 3:1-Sieg bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart folgen lassen. Der FCS ist dadurch immerhin schon wieder auf den dritten Platz geklettert, wobei man sich im Saarland gerne eine erneute Relegation ersparen und viel lieber direkt aufsteigen würde.
Dass es dem FCS wirklich ernst ist und mit aller Macht die ersehnte Rückkehr in die Zweitklassigkeit gelingen soll, haben auch die jüngsten Aktivitäten auf dem Transfermarkt verdeutlicht. So stieß am Deadline Day mit Abdoulaye Kamara, der vom FC Portsmouth verpflichtet wurde, noch ein hochveranlagter Sechser zum Kader, der in Stuttgart in der Schlussphase ein kurzes Debüt feiern durfte. Der 20-Jährige, der auch schon Paris St. Germain und Borussia Dortmund als Stationen in seiner Vita stehen hat, besitzt fraglos das Potential, um zumindest mittelfristig eine absolute Bereicherung zu werden.
Schon jetzt sorgt Kamara, dessen Verpflichtung eine Reaktion auf den längerfristigen Ausfall von Patrick Sontheimer aufgrund einer Muskelverletzung war, für mehr Breite im Kader. Ähnlich sind die Vorzeichen nun bei einem weiteren Neuzugang, der zwar noch nicht offiziell verkündet wurde, aber schon in den Startlöchern steht.
„Wir haben uns weiter verstärkt, ergänzt. Mit Kaan Caliskaner, der jetzt zu uns kommen wird. Es steht noch die medizinische Untersuchung aus. Aber bevor da irgendwelche Spekulationen kommen, wollten wir das von vorneweg preisgeben“, verriet Trainer Schwartz am Montag auf der Pressekonferenz vor dem heutigen Heimspiel gegen den SSV Ulm, dass die auch nach Transferschluss noch mögliche Nachverpflichtung eines vereinslosen Profis vor dem Abschluss steht.
Weil Sebastian Vasiliadis, ebenfalls mit einer Muskelverletzung, in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung steht, haben die Saarbrücker Verantwortlichen sich zu einer erneuten Nachbesserung entschieden. Caliskaner, der zuletzt in Polen für Motor Lublin spielte und seit dem 1. Juli vertragslos ist, bringt die Erfahrung aus 89 Spielen in der 2. Bundesliga für den SSV Jahn Regensburg und Eintracht Braunschweig mit. Der 25-Jährige, der im offensiven Mittelfeld zu Hause ist und auch als hängend Spitze spielen kann, hat seine Qualitäten mit neun Toren und sieben Vorlagen in Liga zwei gezeigt und hofft nun eine Spielklasse tiefer auf einen Neustart.
Nach mehreren Wochen ohne Mannschaftstraining wird Caliskaner aber vermutlich noch etwas Zeit benötigen, um zu einer Alternative für die Startelf zu werden.







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