

Aktuell sind eher dunkle Wolken über dem Jahnstadion. Foto: Shutterstock/ aaddyy
Natürlich ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison nichts ausgeschlossen, doch dafür, dass der SSV Jahn Regensburg wie in der Saison 2023/24 den Abstieg aus der 2. Bundesliga direkt korrigieren und ins Unterhaus des deutschen Fußballs zurückkehren kann, spricht nach den ersten sechs Spieltagen der 3. Liga wenig bis nichts.
Am ersten Spieltag rettete der Jahn im Donau-Derby beim FC Ingolstadt weit in der Nachspielzeit zwar noch ein 1:1, doch dieser Punkt muss nicht zuletzt durch den insgesamt ebenfalls schwachen Ingolstädter Start relativiert werden. Ebenso wie der 3:0-Heimsieg am dritten Spieltag gegen den 1. FC Schweinfurt 05. Der Aufsteiger gewann zwar am letzten Wochenende mit 3:2 just in Ingolstadt, kassierte nun am Dienstagabend aber gegen den MSV Duisburg (0:3) bereits die fünfte Niederlage im fünften Spiel.
Die übrigen vier Saisonspiele, nimmt man das unglückliche 1:2 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln noch hinzu sogar fünf, verlor der Jahn. Nach einem 0:4 am zweiten Spieltag gegen Duisburg sind es seit dem Mutmacher gegen Schweinfurt aktuell schon drei Pleiten am Stück: bei Viktoria Köln (0:2), gegen Rot-Weiss Essen (1:3) und nun am Dienstagabend beim SV Wehen Wiesbaden (0:2), wo sich die Auswärtsmisere auf nun schon 23 Ligaspiele in Folge ohne Sieg in der Fremde verlängert hat.
Vor dem Gastspiel in Wiesbaden hatte Trainer Michael Wimmer versucht, ein Zeichen zu setzen, und die zuletzt schwachen und im Umfeld kritisch gesehenen Routiniers Andreas Geipl und Sebastian Stolze auf die Bank beordert. Leo Mätzler und Nicolas Oliveira durften stattdessen beginnen. Ein weiterer Wechsel wurde dann früh in der Partie nötig, weil sich Lucas Hermes bei einem Ausrutscher verletzte. Dafür kam Dustin Forkel in die Begegnung.
Auch mit etwas verändertem Personal allerdings gelang Regensburg der Umschwung nicht. Über weite Strecken der 90 Minuten war Gastgeber Wehen Wiesbaden die tonangebende Mannschaft. Zwar fielen die Tore durch Tarik Gözüsirin (70.) und Moritz Flotho (84.) erst relativ spät, doch zur Wahrheit gehört auch, dass der Jahn schon das Pausenremis Torhüter Felix Gebhardt zu verdanken hatte, der nach 37 Minuten einen Elfmeter von Fatih Kaya parieren konnte.
Unter dem Strich stand so die nächste, verdiente Niederlage, nach der ein enttäuschter Trainer Wimmer auf der Vereinshomepage keine neuen Probleme monierte: „Das Spiel hat uns erneut gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen. Wir sind zu naiv in den Zweikämpfen und müssen robuster und konsequenter werden. Wichtig ist, dran zu bleiben und hart an diesen Punkten zu arbeiten.“
Schlussmann Gebhardt sprach unterdessen offen auch eine anhand von nur fünf Toren in sechs Spielen unverkennbare Offensivschwäche an: „Wir schaffen es nicht, Tore zu schießen und uns zu belohnen. Wir müssen das Glück auch mal erzwingen, aber es reicht aktuell nicht.“
Die nächste Gelegenheit, es besser zu machen und zu verhindern, dass die längst schwelende Unruhe weiter zunimmt, hat der Jahn am Sonntagabend (19.30 Uhr) im Duell der Zweitliga-Absteiger beim SSV Ulm, der mit sechs Punkten aus sechs Spielen nur unwesentlich besser gestartet ist. Geht es auch in Ulm schief, wäre der Druck im Heimspiel gegen den SC Verl schon enorm – und gemäß der üblichen Mechanismen könnte sich dann auch schon die Trainerfrage stellen.







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