
Zeit zum Durchatmen bleibt dem TSV 1860 München aktuell nicht wirklich, steht doch bereits am Mittwoch im Rahmen der zweiten englischen Woche der Saison das Heimspiel gegen Viktoria Köln auf dem Programm, bevor es am Sonntag zum SV Wehen Wiesbaden geht. Nach der am Sonntag vollzogenen Trennung von Trainer Patrick Glöckner, der wie Geschäftsführer Dr. Christian Werner in Folge einer Negativentwicklung mit drei Niederlagen in Folge gehen musste, wird in den anstehenden Partien mit Alper Kayabunar der Trainer der zweiten Mannschaft auf der Bank Platz nehmen.
Der 39 Jahre alte Kayabunar leistet mit den Löwen-Talenten in der Bayernliga-Mannschaft gute Arbeit, scheidet allerdings mangels Fußball-Lehrer-Lizenz als Dauerlösung aus. Selbst im Falle von zwei Siegen gegen Köln und in Wiesbaden müssten die Verantwortlichen an der Grünwalder Straße somit einen externen Glöckner-Nachfolger verpflichten, der dann nach der Rückkehr aus Wiesbaden möglichst früh in der Länderspielpause seine Arbeit aufnehmen soll.
Gesucht wird natürlich auch ein Werner-Nachfolger, der zum starken Mann im sportlichen Bereich werden soll, allerdings nicht als Geschäftsführer: „Wir suchen jetzt einen starken und erfahrenen kaufmännischen Geschäftsführer – und eine Ebene darunter einen Sportdirektor“, verriet Präsident Gernot Mang in der „TZ“ den aktuellen Plan und schloss dabei eine Lösung mit Benjamin Lauth auf Geschäftsführer-Ebene aus. Möglich allerdings, dass der ehemalige Sechzig-Torjäger als Sportdirektor angedacht ist.
Dringender als die Neuaufstellung auf Leitungsebene ist indes die Trainerfrage, die es zeitnah zu klären gilt und für die die Löwen offenbar eine Reihe von Optionen abklopfen. Heiß gehandelt werden medial mit Michael Köllner und Peter Pacult zwei vergleichsweise große Namen, die schon in der Vergangenheit auf der 1860-Bank Platz genommen haben. Nach Informationen von „dieblaue24“ haben die Löwen aber in den vergangenen Tagen auch Kontakt zu einigen anderen Kandidaten geknüpft.
Genannt wird unter anderem auch Eugen Polanski, der aktuell aber bei Borussia Mönchengladbach als Interimscoach eingesetzt wurde und auf seine dauerhafte Beförderung in die erste Reihe hofft. Ein kurzfristiger Wechsel nach München ist folglich kaum zu erwarten.
Kontakt gegeben haben soll es derweil auch mit dem vereinslosen Markus Anfang, dem im März beim SSV Ulm entlassenen Thomas Wörle und mit Jens Wissing, der als Co-Trainer bei Red Bull Salzburg arbeitet. Darüber hinaus ist gut möglich, dass es weitere, bisher medial nicht durchgesickerte Kandidaten gibt.
Der Fokus von Kayabunar liegt unterdessen in den nächsten Tagen darauf, die Negativspirale zu stoppen und den Anschluss an die vorderen Plätze herzustellen. Dann hätte der Interimscoach, der gemäß den Regularien 15 Tage lang auch ohne Fußball-Lehrer-Lizenz in der ersten Reihe arbeiten darf, seine Mission erfüllt.
Sollte es den Löwen nicht gelingen, innerhalb dieser Frist einen neuen Trainer zu finden, blieben zwei Optionen: zum einen könnte Kayabunar weiterhin als Chefcoach fungieren, doch in diesem Fall würde eine Strafzahlung an den DFB fällig. Zum anderen könnte mit Manfred Paula der Leiter der Nachwuchsabteilung das Kommando übernehmen, der über die entsprechende Lizenz verfügt.







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