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Dass Ryan Naderi am Dienstagabend das erste Stürmertor des FC Hansa Rostock in der Saison 2025/26 erzielt hat, war letztlich nur ein Randaspekt und nicht einmal ein schwacher Trost für eine erneute, schwere Enttäuschung. Denn der Treffer Naderis zum zwischenzeitlichen Ausgleich kurz vor der Pause war am Ende wertlos, weil die Kogge im Ostduell gegen Energie Cottbus mit einer 1:3-Niederlage vom Platz ging.
Anstatt wie erhofft und im Umfeld durchaus auch erwartet im vorderen Bereich der Tabelle mitzumischen und ein Wörtchen um den Aufstieg mitzureden, ist Hansa mit dürftigen zehn Punkten aus den ersten neun Spielen nur auf Rang 15 zu finden – und könnte am heutigen Mittwoch sogar auf einen Abstiegsplatz rutschen, sollten der FC Ingolstadt und der SSV Jahn Regensburg ihre Spiele gewinnen.
Zwei Siege, vier Unentschieden und drei Niederlagen sind nach neuen Spieltagen exakt die gleiche Bilanz wie im vergangenen Jahr unter Trainer Bernd Hollerbach, der dann zwei Runden später gehen musste. Weil anschließend unter Daniel Brinkmann eine Aufholjagd gestartet wurde, die nur knapp nicht mehr für die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation gereicht hat, war man sich in der Saisonanalyse darüber einig, zu spät die Reißleine gezogen zu haben.
Nicht zuletzt wegen dieser Erfahrung steht Brinkmann nun selbst im Blickpunkt. Der dank der guten Rückrunde in der Vorsaison mit einem sehr guten Standing in die Saison gegangene Hansa-Coach hat in den letzten Wochen nicht die richtigen Mittel gefunden, um seiner Mannschaft in die Erfolgsspur zu verhelfen. Dass gegen Cottbus die Leistung keineswegs völlig enttäuschend war, sondern zum wiederholten Male eine schwache Chancenverwertung der entscheidende Faktor war, kann man Brinkmann zu Gute halten.
Und genau das macht Amir Shapourzadeh in seiner Funktion als Direktor Profifußball offenkundig auch. Shapourzadeh betonte nach der Pleite gegen Cottbus in der „Ostsee-Zeitung“ „zwischen den Ergebnissen und dem Auftreten des Teams“ unterscheiden zu wollen und führte „fünf oder sechs hundertprozentige Chancen“ an, die ausgelassen wurden. Unter dem Strich sind es aber auch für Shapourzadeh „zu wenig Punkte“ auf der Habenseite.
Im Anschluss an das Spiel gegen Cottbus verzichtete Shapourzadeh auf ein Bekenntnis zum Trainer und kündigte eine offene Aufarbeitung auch mit Brinkmann an: „Wir reden offen mit dem Trainer und schauen, wie die Gefühlswelt morgen ist. Wir werden jetzt nicht in Aktionismus verfallen. Wir werden die Dinge sachlich analysieren und ansprechen.“, so der 43-Jährige der nicht „aus der Emotion heraus agieren und reagieren“ wollte.
Für eine weitere, vielleicht eine letzte Chance für Brinkmann spricht, dass das nächste Spiel bereits am Freitag ansteht. Dann gastiert der FC Hansa beim überraschenden Spitzenreiter MSV Duisburg, der satte 13 Punkte mehr auf dem Konto hat. Sollte die Kogge auch in Duisburg leer ausgehen, würde sich die folgende Länderspielpause anbieten, um Dinge zu korrigieren bzw. zu verändern, gegebenenfalls auch auf der Trainerposition.







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