
Innerhalb von fünf Tagen hat der 1. FC Schweinfurt 05 zum zweiten Mal mit 1:5 verloren. Einer deutlichen Klatsche im eigenen Stadion am Samstag gegen Alemannia Aachen folgte nun am Mittwoch im Rahmen der englischen Woche ein weiteres 1:5 beim SSV Ulm. Die Schnüdel bleiben damit am Tabellenende der 3. Liga hängen und liegen mit nur drei Punkten aus den ersten neun Spielen schon jetzt sieben Zähler hinter dem rettenden Ufer.
Doch nicht nur der Abstand zu Rang 16 bereitet Sorgen, sondern praktisch alles rund um die Mannschaft von Trainer Victor Kleinhenz. Denn Schweinfurt hat nicht nur die wenigsten Punkte auf dem Konto, sondern stellt zusammen mit Hansa Rostock mit erst sechs Treffern auch die schlechteste Offensive sowie mit einigem Abstand mit 25 Gegentoren die schlechteste Defensive. Mitaufsteiger TSV Havelse auf dem vorletzten Platz ließ als zweitanfälligste Mannschaft nur 19 Gegentore zu.
Alles in allem erschreckende Werte, die das Bild eines letztlich nicht drittligatauglichen Aufsteigers zeichnen, der nur beim FC Ingolstadt nicht verloren hat, beim 3:2-Sieg in der Autostadt aber auch von einem formschwachen Gegner sowie einer Portion Glück profitierte.
Dass angesichts der sehr dürftigen Zahlen und zweier 1:5-Klatschen in Folge selbst im an sich beschaulichen Schweinfurter Umfeld Grundsatzdiskussionen beginnen, kann nicht überraschen. Ebenso wenig, dass es darin zuvorderst um den Trainer geht, der die Schnüdel zwar im letzten Jahr überhaupt erst in der 3. Liga führte, mit 34 Jahren aber noch sehr jung ist und kaum Erfahrung mitbringt.
Ob ein Trainer mit einigen Jahren in der 3. Liga mehr aus dem Kader herausholen könnte, der nüchtern betrachtet nur wenige uneingeschränkt drittligataugliche Profis umfasst, steht freilich auf einem anderen Blatt.
Kurzfristig aber dürfte schon alleine deshalb nichts passieren, weil bereits am Samstag das Heimspiel gegen den SC Verl auf dem Programm steht. Dann wird Kleinhenz mit ziemlicher Sicherheit noch auf der Bank sitzen und versuchen, seinen Teil zur Trendwende beizutragen. Damit, ob sich nun auch in Schweinfurt die Trainerfrage stellt, wollte sich Kleinhenz derweil nach der Pleite in Ulm gegenüber „MagentaSport“ nicht groß beschäftigen: „Es ist nicht meine Aufgabe, das zu bewerten.“
Vielmehr richtet Kleinhenz seinen ganzen Fokus darauf, das Spiel gegen Verl zu gewinnen und will damit auch beispielhaft vorangehen: „Was ich machen kann, das ist die Aufgabe im Hier und Jetzt. Ich sage den Jungs immer: Es nützt wenig, über die Vergangenheit zu reden. Es nützt auch wenig, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, sondern die Aufgaben, die im Hier und Jetzt sind. Das versuche ich schon vorzuleben.“
Klar ist aber auch, dass die Mission Klassenerhalt kaum noch realistisch zu bewältigen wäre, wenn sich das Punktekonto nicht zeitnah füllt. Die Partie gegen Verl darf man deshalb durchaus als Schlüsselspiel einordnen. Auch, weil darauf eine Länderspielpause folgt, in der sich etwaige Änderungen auch auf dem Trainerposten mit etwas weniger Zeitdruck umsetzen ließen.







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