
Nach neun Punkten aus den letzten drei Ligaspielen gegen den VfB Stuttgart II (5:0), bei Hansa Rostock (3:1) und gegen Alemannia Aachen (3:2) hat der FC Energie Cottbus seinen Erfolgslauf in der Länderspielpause mit einem souveränen 5:0-Sieg im Landespokal beim FC Strausberg fortgesetzt. Ein wirklicher Gradmesser war das Duell mit dem Verein aus der Landesklasse Brandenburg Nord zwar nicht, sorgte aber immerhin dafür, dass die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz einigermaßen im Rhythmus geblieben ist.
Am Sonntag geht es für Energie beim SSV Ulm nun wieder um Punkte und darum, den mit 20 Zählern aus den ersten zehn Begegnungen entgegen vieler Befürchtungen gelungenen Saisonstart zu bestätigen und auszubauen.
In Ulm und im weiteren Saisonverlauf ruhen viele Hoffnungen natürlich wieder auf Tolcay Cigerci, der seinen Status als Unterschiedsspieler mit sieben Toren und vier Vorlagen an den ersten zehn Spieltagen dick unterstrichen hat. Vergangene Saison waren für den zentralen Mittelfeldmann in 36 Ligaspielen am Ende 15 Treffer und sechs Assists notiert. Eine Quote, die zu Spekulationen führte, Cigerci könnte Cottbus nach nur einem Jahr schon wieder verlassen.
Der 30-Jährige allerdings blieb in der Lausitz und kann dort nun einen ganz besonderen Gast im Training begrüßen. Denn aktuell mischt Tolga Cigerci, der drei Jahre ältere Bruder des Cottbuser Schlüsselspielers im Training mit. „Wir haben es mit ihm so besprochen, dass er sich bei uns hier fit halten kann. Er ist sehr dankbar, dass er hier bei uns auf dem Niveau trainieren kann und wenn man die beiden Brüder so zusammen sieht, dann geht mir als Trainer so ein bisschen das fußballerische Herz auf“, erklärte Trainer Claus-Dieter Wollitz gegenüber der „Lausitzer Rundschau“ die Anwesenheit des vierfachen A-Nationalspielers der Türkei.
Nach zwölf Einsätzen in der Rückrunde der vergangenen Saison für den türkischen Erstligisten Sivasspor ist der ältere Cigerci-Bruder seit dem 1. Juli vereinslos und auf der Suche nach einem neuen Klub. Dass diese Suche in Cottbus endet, ist im Moment allerdings eher unwahrscheinlich.
Mit jeder Woche ohne neuen Arbeitgeber dürfte zwar die Bereitschaft Cigercis wachsen, auch bei einem unterklassigen Verein anzuheuern, doch der Schritt aus der türkischen Süper Lig in die 3. Liga wäre schon recht groß. Insbesondere in finanzieller Hinsicht, müsste der in Nordenham bei Bremerhaven geborene Deutsch-Türke doch bei einem Engagement in Cottbus enorme Abstriche hinnehmen.
Auf der anderen Seite könnte die Aussicht, mit seinem Bruder zusammenzuspielen, natürlich ein Argument sein, um auch für kleineres Geld in Cottbus zu spielen. Spannend wäre die Konstellation mit zwei enorm spielstarken Akteuren im Mittelfeld in jedem Fall. Allerdings bliebe auch abzuwarten, ob das Duo harmonieren würde. Tolcay ist zwar grundsätzlich offensiver ausgerichtet, wäre aber dennoch mutmaßlich oft in ähnlichen Räumen unterwegs wie Tolga. Konkrete Überlegungen bezüglich einer Verpflichtung freilich sind ohnehin noch nicht durchgesickert.







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