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sah es am vergangenen Wochenende für Alemannia Aachen im Spiel gegen den FC Ingolstadt immerhin nach einem Punkt aus. Doch weil die Gäste in der Nachspielzeit per Sonntagsschuss von Dennis Kaygin noch zum 0:1 trafen, stand unter dem Strich die dritte Niederlage in Serie. Die Alemannia stürzte dadurch auf Rang 18 ab und muss zunehmend aufpassen, nicht im Tabellenkeller hängen zu bleiben.
Aktuell beträgt der Rückstand ans rettende Ufer zwar nur einen Punkt, doch die Tendenz geht in keine positive Richtung. Das sehen auch die Verantwortlichen am Tivoli so und haben deshalb zu Wochenbeginn die Reißleine gezogen. Der erst im Sommer als Nachfolger für den kurzfristig zu Eintracht Braunschweig weitergezogenen Erfolgstrainer Heiner Backhaus gekommene Benedetto Muzzicato musste ebenso schon wieder gehen wie Assistent Noah Hach und der Technische Direktor Erdal Celik.
„Wir sehen nach einer eingehenden Analyse die Notwendigkeit diesen Schritt zu gehen. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und insgesamt sieben Niederlagen fehlt uns die Überzeugung, dass in dieser Konstellation die Wende gelingt“, nannte Geschäftsführer Rachid Azzouzi den wesentlichen Grund dafür, Muzzicato von seinen Aufgaben zu entbinden. Dass der auf Wunsch von Muzzicato hinzugeholt Hach ebenfalls gehen muss, ist keine Überraschung. Schon eher, dass auch Celik nicht mehr gefragt ist.
„Ich schaffe es nicht, ihm hundertprozentig zu vertrauen“, äußerte sich Azzouzi gegenüber der „Aachener Zeitung“ bemerkenswert offen dazu, warum auch Celik gehen musste und sprach in diesem Zusammenhang auch die Sommertransferperiode an, in der der bisherige Technische Direktor durch öffentliche Spekulationen über mögliche Neuzugänge eine „gewisse Erwartungshaltung geschürt“ habe, „die kontraproduktiv für den Verein war“.
„Wir werden uns nun die Zeit nehmen, neue sportliche Strukturen aufzubauen“, kündigte Azzouzi zugleich an. Während davon auszugehen ist, dass Celiks Aufgaben intern verteilt werden, will Azzouzi laut der „Aachener Zeitung“ einen Kaderplaner oder Assistenten hinzuholen.
Oberste Priorität hat aber erst einmal die Verpflichtung eines neuen Trainers, der möglichst ohne lange Anlaufzeit Zugang zur Mannschaft finden und bessere Ergebnisse als zuletzt erzielen soll. „Wir haben ein klares Anforderungsprofil definiert und werden auf dieser Grundlage Gespräche mit potenziellen Kandidaten führen, um den richtigen Trainer für Alemannia Aachen zu finden“, gab Azzouzi auf der Vereinshomepage einen Einblick in die weiteren Abläufe.
Bis auf Weiteres übernehmen Co-Trainer Ilyas Trenz und U-19 Coach Carsten Wissing das Zepter, die bereits nach dem Abgang von Backhaus und vor der Verpflichtung von Muzzicato im Sommer mit der Mannschaft gearbeitet haben. Als Dauerlösung scheidet dieses Duo aber aufgrund der fehlenden Fußball-Lehrer-Lizenzen eigentlich aus.
Sollten sich in den nächsten Spielen direkt Erfolge einstellen, ist aber auch denkbar, dass die Alemannia analog zum SSV Ulm mit Moritz Glasbrenner mit Trenz und Wissing weitermacht. Verbunden damit wären Strafzahlungen an den DFB, die man bei entsprechenden Resultaten aber in Kauf nehmen würde.







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