
Mit dem 1:0-Sieg gegen Viktoria Köln hat Rot-Weiss Essen am vergangenen Wochenende eine gute Antwort auf das während der Länderspielpause erlittene Aus im Niederrheinpokal bei Rot-Weiß Oberhausen gegeben und kann nun auf sieben Punkte aus den letzten drei Ligaspielen zurückblicken.
Eine kleine Wiedergutmachung war der Sieg gegen Köln sicherlich auch für die RWE-Fans, die gleichwohl erst dann endgültig versöhnt sein dürften, wenn am kommenden Sonntag das nächste Derby beim MSV Duisburg nicht auch wieder in den Sand gesetzt wird. Beim Spitzenreiter, der als Aufsteiger die große Überraschung des bisherigen Saisonverlaufs ist, aktuell aber auf drei sieglose Partien und zuletzt die erste Niederlage zurückblicken muss, kann und will RWE noch näher an die Aufstiegsränge heranrücken.
Vor der kurzen Reise nach Duisburg muss Trainer Uwe Koschinat in den nächsten Tagen mehrere knifflige Entscheidungen treffen, wobei es sich dabei jeweils um Luxusprobleme handelt.
In der Innenverteidigung hat Tobias Kraulich zuletzt an der Seite von José-Enrique Rios Alonso eine gute Partie gespielt, nun aber ist Kapitän Michael Schultz nach überstandener Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Schultz steht als verlässliche Defensivkraft mit Stärken im Zweikampf und Stellungsspiel bei Koschinat eigentlich höher im Kurs, doch Kraulich konnte mit seinem gepflegteren Aufbauspiel auch Argumente in eigener Sache sammeln.
Wer in Duisburg an der Seite von Rios Alonso starten darf, wird sich vermutlich erst in den nächsten Trainingseinheiten zeigen. Ist Schultz dann bereits wieder bei annähernd 100 Prozent, spricht vieles für den Kapitän. Insbesondere, dass im sicherlich umkämpften und in einer heißen Atmosphäre stattfindenden Derby physische Qualitäten gefragt sein dürften.
Das Abwehrzentrum ist allerdings nicht der einzige Mannschaftsteil, in dem Koschinat über mehr hochkarätige Alternativen als Plätze verfügt. Während der ausgestattet mit Erfahrung in der 2. Bundesliga im Sommer eigentlich als designierter Stammspieler verpflichtete Luca Bazzoli momentan einen schweren Stand hat, haben sich nach der 1:6-Niederlage am achten Spieltag bei Waldhof Mannheim und der roten Karte für Klaus Gjasula Tom Moustier und Torben Müsel auf der Doppelsechs gefunden.
Gjasula war seit seiner Verpflichtung im Januar vom SV Darmstadt 98 praktisch gesetzt und stand bei all seinen 24 Einsätzen in der Anfangsformation, doch ist auch nicht ausgeschlossen, dass der etwas defensiver orientierte Moustier und der mit seiner Kreativität für den offensiveren Part verantwortliche Müsel erneut starten dürfen.
„Jeder Spieler will auf dem Platz stehen. Ich werde mein Bestes geben, um mich weiter anzubieten“, hatte Müsel bereits nach dem Sieg gegen Köln erklärt, nicht freiwillig ins zweite Glied zurück rücken zu wollen. Dass Coach Koschinat seine Zufriedenheit mit dem zentralen Mittelfeld zum Ausdruck brachte, lässt die Doppelsechs Moustier / Müsel in jedem Fall auf eine Neuauflage hoffen.







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