
Mit der 0:3-Niederlage beim TSV 1860 München, die aufgrund der rassistischen Beleidigungen gegen Justin Butler eher ein Randthema war, hat der FC Energie Cottbus die Tabellenführung in der 3. Liga am vergangenen Wochenende wieder abtreten müssen. Die Lausitzer liegen allerdings nur aufgrund der um zwei Treffer schlechteren Tordifferenz hinter dem MSV Duisburg, haben also durchaus intakte Chancen. auf den Platz an der Sonne zurückkehren zu können.
Insbesondere dann, sollte Duisburg am heutigen Freitag gegen Waldhof Mannheim nicht oder zumindest keine drei Punkte vorlegen können, hätte Cottbus am Samstagnachmittag (14 Uhr) vor eigenem Publikum die Möglichkeit, wieder an den Zebras vorbeizuziehen.
Unabhängig von der Tabelle will Trainer Claus-Dieter Wollitz mit seinen Schützlingen direkt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren, nachdem schon vor der Niederlage in München das letztlich klare Aus in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen RB Leipzig (1:4) weggesteckt werden musste.
Unzufrieden war Wollitz indes vor allem mit dem Engagement in München, wie der Energie-Coach nun im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Osnabrück deutlich machte: „Wenn wir nur das letzte Spiel nehmen, dann müsste ich neun Mann austauschen. Da bin ich mit der Leistung läuferisch absolut nicht zufrieden.“
Zugleich war Wollitz darum bemüht, seine Mannschaft richtig eingeordnet zu sehen: „Ich spreche dann nicht davon, dass wir eine Topmannschaft sind“, so der 60 Jahre alte Fußball-Lehrer, dem die Art und Weise, wie bei den Münchner Löwen die Gegentreffer kassiert wurden, gar nicht schmeckte.
Normalerweise nicht um seinen Platz in der Anfangsformation bangen müsste Tolcay Cigerci, der mit neun Toren und fünf Vorlagen an den ersten 13 Spieltagen der absolute Unterschiedsspieler und sogar ligaweit Top-Scorer ist. Der 30 Jahre alte Spielmacher allerdings plagt sich schon die gesamte Woche mit einem grippalen Infekt herum und wird möglicherweise nicht rechtzeitig fit.
Ob es für einen Einsatz Cigercis am Samstag reicht, wird vermutlich das Abschlusstraining am heutigen Freitagnachmittag zeigen. Kann der Techniker dann nicht uneingeschränkt mitmachen oder offenbart Probleme, will Wollitz einem anderen Akteur den Vorzug geben: „Er wird nur spielen, wenn er bei 100 Prozent ist. Alles andere ergibt bei diesem großen Kader keinen Sinn. Da mache ich keine Kompromisse.“
Aufgrund der enorme Bedeutung Cigercis wäre es gleichwohl eine Überraschung, würde Wollitz die Tür nicht so lange wie möglich offen lassen. Denkbar ist auch, dass Cigerci, sollte ein Startelfeinsatz als nicht sinnvoll eingestuft werden, im Laufe der Partie von der Bank aus kommt und dann gegen einen schon etwas müderen Gegner seine Akzente setzen soll. Die folgende Länderspielpause, in der allerdings ein Test gegen Dynamo Dresden und ein Landespokal-Spiel beim SV Babelsberg 03 auf dem Programm stehen, böte dann auch noch die Gelegenheit, richtig zu regenerieren.







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