
20 Punkte aus den ersten 14 Spielen und Tabellenplatz zehn mit schon sechs Zählern Rückstand auf die Aufstiegsränge sind sicherlich nicht die Zwischenbilanz, die sich der 1. FC Saarbrücken von etwas mehr als dem ersten Saisondrittel erhofft hatte. Vielmehr sind die am Ende der vergangenen Saison knapp in der Relegation an Eintracht Braunschweig gescheiterten Saarländer mit dem klaren Ziel gestartet, den Spung in die 2. Bundesliga zu schaffen.
Anfänglich lief es mit 16 Punkten aus den ersten sieben Spielen auch durchaus ordentlich, doch seit dem 2:1-Sieg am 19. September gegen den 1. FC Schweinfurt 05 gelang dem FCS kein Dreier mehr. Auf zunächst drei Unentschieden in Serie folgten drei Niederlagen gegen den SC Verl (2:4), beim FC Ingolstadt (1:2) und bei Alemannia Aachen (0:2) bevor am vergangenen Samstag mit dem 1:1 gegen den noch sieglosen Aufsteiger TSV Havelse ein vorläufiger Tiefpunkt erreicht wurde.
Im Ludwigsparkstadion waren Pfiffe und insbesondere auch Rufe nach dem Aus für Trainer Alois Schwartz nicht mehr zu überhören. Freilich nicht zum ersten Mal, hat es der 58 Jahre alte Fußball-Lehrer seit seinem Amtsantritt im April doch nicht geschafft, die Fans für sich zu gewinnen.
Schwartz indes zeigte Verständnis für den Unmut, blieb aber gelassen und betonte nach der Partie gegen Havelse bei „Magenta“, nicht im Vordergrund zu stehen: „Ich hinterfrage mich immer. Das ist das Wichtigste und schaue nicht woanders hin. Ich habe vollstes Verständnis, dass die Zuschauer unzufrieden sind. Letztendlich hat man hier einen anderen Anspruch. Den habe ich auch. Deswegen kann man auch unzufrieden sein. Was mich angeht, mache ich mir erstmal gar keine Gedanken. Der Verein ist immer entscheidend, nicht die Person.“
Der allgemeinen Einschätzung nach waren es mit die letzten Worte von Schwartz als Trainer des 1. FC Saarbrücken, dessen Verantwortliche nun aber offenbar eine überraschende Entscheidung getroffen haben. Denn wie die „Saarbrücker Zeitung“ unter Verweis auf Quellen aus dem Vereinsumfeld berichtet, will der FCS an Schwartz festhalten. Und nicht nur das, soll der Trainer doch auch die „maximale Rückendeckung“ erhalten, um „einige Köpfe zu rasieren.“
Nachdem Sportdirektor Jürgen Luginger schon am Wochenende hatte durchklingen lassen, dass es zu einfach sei, die Negativentwicklung alleine am Trainer festzumachen, hat der Verein offenbar andere Gründe für den unbefriedigenden Saisonverlauf ausgemacht.
Laut der „Saarbrücker Zeitung“ sollen vor allem der im Spielerkreis geschätzte Athletik-Trainer Max Smith und Co-Trainer Yannick Thiel in den Fokus gerückt sein, aber auch erfahrene Profis wie der von Schwartz kaum noch berücksichtigte Ex-Kapitän Manuel Zeitz, Robin Bormuth und Phillip Menzel. Nicht ausgeschlossen, dass es zu Trennungen kommt und Schwartz‘ Position dadurch gestärkt wird.
Die kommenden Tage versprechen rund um den Ludwigspark in jedem Fall spannend zu werden, wobei aller Unruhe zum Trotz auch während der Länderspielpause gespielt wird – am Donnerstag im Landespokal bei Sechstligist SV Bliesmengen-Bolchen soll tunlichst eine weitere Enttäuschung vermieden und etwas Selbstvertrauen getankt werden.







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