
Während der Länderspielpause im Oktober hatte Rot-Weiss Essen seine Anhänger noch mit der 2:3-Niederlage im Landespokal ausgerechnet bei Rot-Weiß Oberhausen verärgert. Seitdem allerdings ist es der Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat nicht nur gelungen, die Fans versöhnlich zu stimmen, sondern auch für zunehmende Zuversicht den weiteren Saisonverlauf und ein mögliches Mitmischen im Aufstiegsrennen zu sorgen.
Aus den vier Partien seit der Pokal-Pleite gegen Viktoria Köln (1:0), beim MSV Duisburg (1:1), gegen den 1. FC Schweinfurt 05 (2:1) und zuletzt beim FC Ingolstadt (2:1) verbuchte RWE zehn von zwölf möglichen Punkten, kletterte damit auf den vierten Platz und ist sowohl mit dem drittplatzierten VfL Osnabrück als auch mit Energie Cottbus auf Rang zwei punktgleich.
Großen Anteil am jüngsten Sieg in Ingolstadt hatte Jaka Cuber Potocnik, der zuvor in Schweinfurt ein kurzes Comeback nach einer Muskelverletzung gefeiert hatte und dann im Audi-Sportpark erstmals seit seiner Ausleihe vom 1. FC Köln im Sommer von Beginn an ran durfte. Der 20 Jahre alte Slowene rechtfertigte das Vertrauen von Trainer Koschinat, der sich schon zuvor lobend über den Youngster geäußert hatte, und traf per Kopf mit seinem zweiten Saisontor zur 1:0-Führung.
Nach der Partie machte Cuber Potocnik bei „Magenta“ deutlich, dass der erste Startelfeinsatz und das Tor keine singulären Ereignisse bleiben sollen: „Ich will in jedem Spiel treffen. Der Trainer wollte mir vertrauen, und ich wollte zeigen, dass er mir vertrauen kann.“
Nun allerdings ereilte das Sturmtalent erst einmal der nächste gesundheitliche Rückschlag. Wie RWE mitteilen musste, hat sich Cuber Potocnik eine muskuläre Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen und fällt damit bis auf Weiteres aus. Die eigentlich geplante Reise zur U21-Auswahl Sloweniens hat sich damit freilich auch erledigt.
Durch den Ausfall von Cuber Potocnik eröffnen sich neue Chancen für Marek Janssen, Ramien Safi und Jannik Mause, die in Ingolstadt allesamt den Anpfiff auf der Bank erlebten. Während seine beiden Sturmkollegen Janssen und Safi immerhin eingewechselt wurden, blieb Mause die kompletten 90 Minuten draußen. Besonders bitter für den 27-Jährigen, weil Mause 2023/24 in der 3. Liga noch 18 Treffer für Ingolstadt markiert hatte.
Anschließend allerdings blieb Mause beim 1. FC Kaiserslautern, der stolze 600.000 Euro Ablöse in die Autostadt überwiesen hat, weit hinter den Erwartungen zurück. Auch eine Leihe zur SpVgg Greuther Fürth im Frühjahr 2025 brachte keine wirkliche Besserung und nun läuft es für Mause auch auf Leihbasis in Essen bescheiden.
Lediglich beim 3:1-Sieg Anfang Oktober gegen die TSG Hoffenheim II wusste Mause mit einem Doppelpack zu überzeugen, blieb in seinen übrigen sechs Drittliga-Einsätzen aber ohne Torbeteiligung. Ebenso im eingangs erwähnten Landespokal-Spiel in Oberhausen, der für den 27-Jährigen nach einer Stunde beendet und gleichzeitig der bis heute letzte Auftritt Mauses im RWE-Trikot war.
In der internen Stürmerhierarchie ist der frühere Junioren-Nationalspieler aktuell an vierter Stelle, sodass in Essen sogar schon über einen vorzeitigen Abbruch der Leihe spekuliert wird. Dazu freilich müsste auch der 1. FC Kaiserslautern sein Okay geben, der selbst aber auch keine Verwendung für den Angreifer hat und auch wissen dürfte, dass eine Weitervermittlung nach den letzten unbefriedigend verlaufenen Station auch nicht ganz einfach wäre.







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