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Wenn Cedric Harenbrock vor der Länderspielpause im Oktober nicht doppelt getroffen und Hansa Rostock beim MSV Duisburg (2:2) nicht gepunktet hätte, wäre Daniel Brinkmann womöglich heute nicht mehr Trainer der Kogge. Dass die Entscheidung der Verantwortlichen, trotz der mauen Zwischenbilanz mit elf Punkten aus den ersten zehn Spielen und Tabellenplatz elf an Brinkmann festzuhalten, die richtige war, zeigt die Entwicklung der vergangenen Wochen.
Gegen den SV Wehen Wiesbaden (3:0), bei Viktoria Köln (4:2), gegen den SC Verl (2:2) und zuletzt beim SSV Ulm (5:0) holte Hansa zehn von zwölf möglichen Punkten und kletterte dadurch auf den achten Tabellenplatz mit nur noch fünf Zählern Rückstand auf die eigentlich angepeilten Aufstiegsränge.
Der Trend beim FC Hansa geht somit ganz klar in die richtige Richtung und längst wird nicht mehr über Coach Brinkmann diskutiert, der ohnehin in der Mannschaft und bei den Fans stets ein hohes Standing hatte. Der 39 Jahre alte Fußball-Lehrer ist allerdings weit davon entfernt, sich auf den jüngsten Erfolgen auszuruhen, sondern fordert von seiner Mannschaft in der „Ostsee-Zeitung“ noch mehr: „Wir spielen seit sechs, sieben oder acht Spielen ordentlich. Jetzt passen auch die Ergebnisse. Trotzdem sind wir nicht da, wo wir hinwollen. Es muss weitergehen. Wir müssen weiter gierig sein.“
Weil auf das Landespokal-Spiel beim Penzliner SV am Samstag in der Liga zu Hause gegen den 1. FC Schweinfurt 05 und beim SSV Jahn Regensburg Spiele gegen Klubs aus dem hinteren Tabellendrittel folgen, scheint die Gelegenheit günstig, die begonnene Aufholjagd fortzusetzen.
Ein großer Hoffnungsträger für die nächsten Wochen und allgemein den weiteren Saisonverlauf ist fraglos Ryan Naderi. Der Angreifer hat aufgrund einer Muskelverletzung den Saisonstart verpasst, sind dann aber schrittweise über vier Einwechslungen herangearbeitet und nun die letzten sechs Begegnungen allesamt von Beginn an bestritten.
In diesen sechs Partien zahlte Naderi das Vertrauen von Brinkmann mit sechs Toren und einem Assist vollauf zurück. Der 22-Jährige bestätigte mit seinen Leistungen auch die Einschätzung vieler Beobachter, dass Naderi zu weit mehr in der Lage ist als der 3. Liga. Dazu passend berichtet die „Ostsee-Zeitung“, dass beim Rostocker 5:0-Erfolg am vergangenen Wochenende in Ulm mit Olaf Marschall der Chefscout des 1. FC Kaiserslautern unter den Zuschauern weilte, mit einem besonderen Fokus auf Naderi.
Zudem sollen mit Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden zwei weitere Zweitligisten und mit dem 1. FC Heidenheim sogar auch ein Bundesligist auf Naderi aufmerksam geworden sein. Während Hansa-Sportchef Amir Shapourzadeh nicht groß auf das Interesse anderer Klubs eingehen will, betont auch Naderi selbst in der „Ostsee-Zeitung“ seine Konzentration auf die aktuellen Aufgaben in Rostock: „Ich bin voll auf mich fokussiert, weil ich andere Dinge gar nicht beeinflussen kann. Was dabei herumkommt, ob es Tore oder andere Vereine sind, ist mir relativ egal. Ich werde hart weiterarbeiten, will der Mannschaft helfen und mit ihr erfolgreich sein.“
Weil der Vertrag des Angreifers noch bis 2028 läuft, kann man in Rostock auch einigermaßen entspannt sein. Sollte der Aufstieg nicht gelingen, könnte es aber schwierig werden, Naderi zu halten.







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