
Eine Woche vor Beginn des Jahresendspurts mit dem richtungsweisenden Gastspiel beim noch sieglosen TSV Havelse hat der SSV Ulm einen neuen Trainer gefunden. Nachdem es in Folge der Trennung vom zweifachen Aufstiegscoach Thomas Wörle im März weder mit Robert Lechleiter noch mit Moritz Glasbrenner längerfristig erfolgreich lief, setzen die Spatzen im Gegensatz zu diesen beiden jungen Fußball-Lehrern nun auf die geballte Erfahrung. Am Sonntag wurde mit Pavel Dotchev der Rekordtrainer der 3. Liga vorgestellt, der auf seinen bisherigen Stationen schon bewiesen hat, Mannschaften ohne lange Anlaufzeit in die Spur führen zu können.
Der 60 Jahre alte Deutsch-Bulgare kann auf Stationen beim SC Paderborn, bei Rot-Weiß Erfurt, bei ZSKA Sofia, beim SV Sandhausen, bei Preußen Münster, bei Hansa Rostock, bei Viktoria Köln, beim MSV Duisburg und bei Erzgebirge Aue zurückblicken, verantwortete dabei unter anderem 60 Spiele in der 2. Bundesliga, vor allem aber 366 Partien in Liga drei – ein Wert, an den in dieser Spielklasse kein anderer Trainer heranreicht.
Dotchev, der unter anderem zwei Aufstiege und drei Landespokalsiege verbuchen konnte, zeigte sich in seinem offiziellen Statement auf der Vereinswebseite zuversichtlich, die verfahrene Situation mit schlechten Ergebnissen und reichlich Unruhe rund um die Mannschaft lösen zu können: „Der SSV Ulm 1846 Fussball steht für Tradition, Leidenschaft und klare Werte – genau das, was ich mir wünsche. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren von großem Respekt und einer gemeinsamen Vision geprägt. Ich spüre, dass hier etwas entstehen kann, und bin überzeugt von der Qualität dieser Mannschaft. Gemeinsam wollen wir erfolgreich sein.“
Ulms Aufsichtsratsvorsitzender Dominik Schwärzel ließ derweil keinen Zweifel an der Erwartung an Dotchev, den Zweitliga-Absteiger so schnell wie möglich weg von den Abstiegsplätzen der 3. Liga zu führen: „Aus seinen vorherigen Stationen bringt er enorme Erfahrung mit und wir freuen uns, dass er sich für den Weg, den wir ihm aufgezeigt haben, entschieden hat. Bereits mehrfach hat er seine Mannschaften stabilisiert und zum Klassenerhalt geführt – das ist genau das, was wir jetzt brauchen.“
Aufbauen kann Dotchev auf das torlose Unentschieden am Freitag im Testspiel gegen den österreichischen Erstligisten SC Rheindorf Altach, als unter Leitung von Interimscoach Oliver Unsöld die Flut von 19 Gegentoren in den fünf Spielen zuvor gestoppt werden konnte. In Havelse indes wird von Ulm nichts anderes als ein Sieg erwartet. Andernfalls droht der Rückstand von vier Punkten ans rettende Ufer weiter anzuwachsen.
Unterdessen erhält Dotchev wohl auf absehbare Zeit auch Unterstützung auf der Ebene der sportlichen Leitung. Nach der Trennung von Geschäftsführer Markus Thiele streben die Spatzen eine Gesamtlösung an, die vor allem auch mit Dotchev harmoniert. Die Voraussetzungen dafür scheinen gegeben, soll der Thiele-Nachfolger doch laut einem Bericht des „kicker“ bereits in die Entscheidung für Dotchev involviert gewesen sein. Die aktuell wohl finalen Gespräche mit dem neuen sportlichen Leiter könnten demnach kurzfristig abgeschlossen werden.







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