

Während der eine oder andere Ligarivale die letzte Länderspielpause des Jahres komplett zur Regeneration und zur Vorbereitung auf den Endspurt bis Weihnachten nutzen konnte, war der FC Energie Cottbus am Samstag im Landespokal gefordert. Beim SV Babelsberg gewannen die Lausitzer letztlich mit 4:2 und eliminierten dabei auf dem Weg ins Halbfinale nicht nur den vermutlich stärksten Gegner, sondern beendeten auch eine kleine Negativserie.
Im DFB-Pokal gegen RB Leipzig (1:4) sowie danach beim TSV 1860 München (0:3) und gegen den VfL Osnabrück (0:1) hatte Cottbus drei Pflichtspiele in Folge verloren, womit auch die zwischenzeitlich eroberte Tabellenführung in der 3. Liga wieder an den MSV Duisburg abgetreten werden musste.
Die Zwischenbilanz der Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz fällt mit 26 Punkten aus den ersten 14 Spielen und Platz zwei gleichwohl sehr positiv aus. Erst recht, weil nach dem vergangene Saison spät verspielten Durchmarsch und einem gewissen Qualitätsverlust im Sommer ein schwieriges Jahr befürchtet worden war.
Doch Wollitz hat es abermals geschafft, eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, die an einigen Stellen noch reichlich Potential besitzt. Allen voran bei Can Yahya Moustfa, der nach einjähriger Leihe zu Rot-Weiss Ahlen im Sommer nach Cottbus zurückgekehrt ist und seitdem bereits einige Duftmarken setzen konnte. In zwölf Drittliga-Spielen verbuchte Moustfa immerhin zwei Tore und eine Vorlage – keine schlechte Quote gemessen daran, dass der 20-Jährige ausschließlich als Joker zum Zug gekommen ist.
Im Landespokal, in dessen Achtelfinale der gebürtige Bonner zum 5:0-Sieg beim FC Strausberg ebenfalls als Joker einen Treffer und einen Assist beisteuern konnte, durfte Moustfa in Babelsberg nun zum ersten Mal von Beginn an ran und benötigte nicht lange, um das Vertrauen von Coach Wollitz zurückzuzahlen. Gleich in der ersten Minute brachte der syrische Junioren-Nationalspieler den FC Energie in Führung und legte damit den Grundstein für das Weiterkommen.
Wollitz zeigte sich nach der Begegnung voll des Lobes über sein Offensivjuwel und bezeichnete Moustfa im „kicker“ als Spieler , der „nicht nur Spaß macht, sondern der eine große Zukunft vor sich hat. Das ist sicher.“ Noch sieht der erfahrene Fußball-Lehrer zwar auch Baustellen, glaubt aber dennoch an eine rasante Entwicklung Moustfas: „Wenn wir das hinkriegen, diesen Spagat zwischen dem Körperlichen und der Unbekümmertheit, dieser Frechheit, wird Energie Cottbus viel Freude haben – oder sehr viel Geld verdienen.“
Während Moustfa noch bis 2027 unter Vertrag und am Anfang einer vielversprechenden Karriere steht, befindet sich Dennis Slamar eher im Herbst seiner Laufbahn. Der 31 Jahre alte Innenverteidiger muss nach 31 Einsätzen in der vergangenen Saison die bittere Erfahrung machen, nicht mehr benötigt zu werden. Nur im Landespokal in Strausberg durfte Slamar ran, stand ansonsten oft nicht einmal im Spieltagskader.
Wollitz bescheinigt Slamar in der „Lausitzer Rundschau“ zwar „sehr gute Trainingswochen“, hat aber dennoch keine Verwendung für den Routinier, der seinerseits aber noch nicht aufgeben, sondern „jeden Tag Vollgas geben und mich jeden Tag präsentieren“ möchte.
Ein Abschied im Winter ist im Moment für Slamar noch kein Thema. Ein Umdenken scheint aber nicht ausgeschlossen, zumal der Vertrag des Defensivspielers ausläuft und sich im nächsten Sommer mit dann einem Jahr fast ohne Spielpraxis nicht ohne weiteres ein neuer Klub finden lassen dürfte.







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