
Am Sonntag um 13.30 Uhr erwartet der TSV 1860 München den 1. FC Saarbrücken zum Duell zweier Mannschaften, die vor Beginn der Saison zum engsten Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurden, die bisher aber weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Während Saarbrücken immerhin Tabellenzehnter ist, allerdings sieben Mal in Folge nicht gewonnen hat, finden sich die Münchner Löwen erst auf Rang 14 wieder.
Anders als der FCS, der weiterhin auf den alles andere als unumstrittenen Trainer Alois Schwartz vertraut, hat 1860 bereits die Reißleine gezogen und Trainer Patrick Glöckner freigestellt. Seit dem Amtsantritt von Nachfolger Markus Kauczinski allerdings lief es nur bedingt besser. Zwar konnte 1860 zu Hause den MSV Duisburg (3:1) und Energie Cottbus (3:0) klar bzwingen, die beide als Spitzenreiter an der Grünwalder Straße angetreten waren, doch beim SV Waldhof Mannheim (1:3) und vor der Länderspielpause mit einer ganz schwachen Vorstellung beim SSV Jahn Regensburg (0:4) folgten postwendend deutliche Niederlagen in der Fremde
Kauczinski ist nach seinen ersten Wochen in München noch auf der Suche nach den Gründen für die unterschiedlichen Aufritte seiner Elf: „Ich kann das noch nicht ganz greifen. Manchmal kommen verschiedene Dinge zusammen. Der Gegner ist stark, Verhaltensweisen stimmen nicht. Hinzu kommt, dass uns manche Spieler verletzungsbedingt fehlen“, so der erfahrene Fußball-Lehrer, der gegenüber der „Mittelbayerischen Zeitung“ auch offen einräumte, „dass wir nicht jeden Ausfall gleichwertig kompensieren können und wir Schwankungen im Kader haben.“
Vollends unzufrieden ist Kauczinski mit seinem Start, zu dem nun auch ein souveräner 4:0-Sieg im Landespokal beim SV Aubstadt gehört, indes nicht. „Wir erleben gerade eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mein Fazit ist also gemischt. Die Mannschaft ist noch nicht stabil genug. Und genauso fallen die Ergebnisse auch aus. Wenn alles perfekt läuft, kannst du jeden schlagen – aber auch genauso verlieren.“
Dass seine Verpflichtung auch deshalb erfolgt ist, weil in seiner bisherigen Vita Aufstiege zu finden sind, weiß Kauczinski natürlich. Ebenso, dass es der Anspruch der Löwen ist, so schnell wie möglich in die 2. Bundesliga zu kommen. Der 55-Jährige stellt sich dieser Herausforderung und hält auch im Vergleich zu einer vergangenen Station nichts für unmöglich: „Prinzipiell bin ich überzeugt, dass das möglich ist. Die Dritte Liga ist ja sehr ausgeglichen. Und wenn du es als Mannschaft schaffst, dass du stabil wirst, alle auf einem Niveau sind und an einem Strang ziehen, ist das mittelfristig realisierbar. In Wiesbaden jedenfalls habe ich das mit weitaus weniger Mitteln geschafft…“
Das anstehende Programm bietet in jedem Fall die Chance auf und auch die Phantasie für eine Aufholjagd. Denn nach dem Spiel gegen Saarbrücken warten auf die Löwen auswärts mit dem SSV Ulm und zu Hause mit dem 1. FC Schweinfurt 05 zwei Kellerkinder, gegen die Siege eigentlich Pflicht sind. Und weil die 3. Liga aktuell noch eng beisammen ist, der Rückstand auf Platz drei so nur acht Punkte beträgt, kann sich die Tabelle schon Anfang Dezember deutlich vielversprechender gestalten.







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