
In der zurückliegenden Länderspielpause hatte der 1. FC Saarbrücken noch eine Mischung aus Hoffnung und Glauben daran, dass in der vorhandenen Konstellation mit Trainer Alois Schwartz die Rückkehr in die Erfolgsspur gelingen kann. Mit der 0:2-Niederlage am Sonntag beim TSV 1860 München setzte dann aber ein Umdenken ein und der schon seit längerem alles andere als unumstrittene Schwartz wurde am Dienstagnachmittag zusammen mit seinem Co-Trainer Dimitrios Moutas entlassen.
„Leider ist es nicht so gelaufen, wie wir uns das alle gewünscht haben. Ich wünsche dem 1. FC Saarbrücken nur das Beste für die Zukunft und drücke die Daumen, dass der Verein seine Ziele erreichen wird“, brachte Schwartz zumindest in der offiziellen Kommunikation Verständnis für die Entscheidung auf und ließ durchblicken, dass es kein böses Blut geben wird.
Sportdirektor Jürgen Luginger verriet gegenüber den „Saarnews“ zwischen den Zeilen, dass er eigentlich gerne an Schwartz festgehalten hätte, die Ergebnisse und die dadurch aufgekommene Unruhe dem Verein aber keine andere Wahl ließen als die Reißleine zu ziehen: „Durch die ganze Niederlagenserie war man in einer Spirale. Weitermachen ging einfach nicht mehr.“
Luginger, der selbst schon zwischen 2010 und 2014 als Cheftrainer des FCS fungierte, kehrt nun vorübergehend und befristet bis zur Winterpause auf die Trainerbank zurück. An seiner Seite hat Luginger mit Karsten Specht den Leiter des Nachwuchsleistungszentrums sowie weiterhin Bernd Heemsoth und Yannic Thiel als Assistenten.
„Es ist für mich selbstverständlich, in dieser Phase Verantwortung zu übernehmen. Wir werden gemeinsam mit der Mannschaft alles daransetzen, Stabilität zu schaffen und erfolgreich in die letzten Spiele vor der Winterpause zu gehen“, betonte Luginger auf der Vereinshomepage das oberste Ziel, den Negativlauf zu durchbrechen.
Die erste Gelegenheit dazu, den Knoten platzen zu lassen, bietet sich dem FCS am Samstag im freilich nicht einfachen Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen. Bei Waldhof Mannheim, gegen die TSG Hoffenheim II und bei Hansa Rostock warten anschließend weitere Partien, die es in sich haben und in denen nicht zuletzt auch die Mannschaft gefordert ist, es besser zu machen als in den vergangenen Wochen und Monaten.
Letzteres weiß auch Kapitän Sven Sonnenberg, der selbst wegen eines Augenhöhlenbruchs zwar nicht mitwirken kann, aber die Kollegen dennoch in die Pflicht nicht: „Wir stehen jetzt in der Verantwortung, das Blatt rumzureißen und müssen umso mehr den Ansporn haben, wieder zu punkten.“
Gespannt darf man sein, an welchen Stellschrauben Luginger in den kommenden Tagen drehen wird. Dass der Sportdirektor die Mannschaft und ihr Innenleben bestens kennt, ist im Vergleich zu einem externen Trainer sicherlich kein Nachteil, sollte Luginger doch wissen, wo es anzusetzen gilt.
Ob der 57-Jährige auch als Dauerlösung über die Hinrunde hinaus in Frage kommt, ist offen. Erst einmal liegt der Fokus aber darauf, wieder zu punkten. Ansonsten könnte im Winter sogar das Szenario drohen, dass der Abstiegskampf ausgerufen werden muss.







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