
Die 2:3-Niederlage im Top-Spiel gegen Energie Cottbus am vergangenen Sonntag war für Rot-Weiss Essen natürlich ein Rückschlag, doch noch immer steht die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat in der Tabelle sehr gut da. Insbesondere gemessen am Vorjahr, als bei Amtsantritt Koschinats im Dezember der Sturz in die Regionalliga droht. Nun geht der Blick an der Hafenstraße stattdessen nach oben. Mit einiger Berechtigung, liegt RWE als Tabellenfünfter doch nur drei Zähler hinter dem punktgleichen Spitzentrio bestehend aus Cottbus, dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück.
Beim 1. FC Saarbrücken, der nach dem Trainerwechsel von Alois Schwartz zu Interimscoach Jürgen Luginger schwer einzuschätzen ist, aber vermutlich mit neuer Motivation antreten wird, wartet auf Essen am Samstag nun eine schwierige Aufgabe. Danach bieten lösbare Heimaufgaben gegen den VfB Stuttgart II und den SSV Ulm bei einem zwischenzeitlich nicht ganz einfachen Gastspiel beim SC Verl die Möglichkeit, das Punktekonto vor Weihnachten weiter aufzustocken, um dann mit einer möglichst guten Ausgangsposition im neuen Jahr die 2. Bundesliga in Angriff nehmen zu können.
Dass es den Essener Verantwortlichen mit den Aufstiegsambitionen mehr als ernst ist, unterstrich nun Klubboss Marc-Nicolai Pfeifer im vereinseigenen Talk “ „Was geht, RWE?!“ mit recht offensiven Aussagen im Hinblick auf den näherrückenden Transferwinter.
Grundsätzlich ist Pfeifer zwar durchaus zufrieden mit dem vorhandenen Aufgebot, sieht aber auch noch Luft nach oben. „Es gibt einzelne Positionen, wo das Potenzial im Kader nicht komplett ausgeschöpft wird. Wir sind davon überzeugt, dass wir einen guten Kader haben und unsere Jungs bisher eine positive Entwicklung einleiten konnten, aber nichtsdestotrotz haben wir zwei, drei Positionen, wo wir nicht ganz an die Potenzialobergrenze herankommen“, so Pfeifer, der in diesen Bereichen im Januar gegebenenfalls nachlegen will: „Da schauen wir, dass wir uns intensiv mit dem Markt beschäftigen“
Weil die finanziellen Mittel für mehrere Nachbesserungen laut Pfeifer vorhanden sind, rücken mehrere Bereiche in den Fokus. Weniger die Defensive, obwohl 25 Gegentore nach 15 Spieltagen ligaweit nur von drei Mannschaften überboten werden. Doch in den hinteren Reihen sind qualitativ wie quantitativ ausreichend Alternativen vorhanden, sodass eher kein Bedarf besteht. Selbiges gilt für das zentrale Mittelfeld.
Die „WAZ“ berichtet unterdessen, dass RWE schon seit längerem Ausschau nach einem torgefährlichen Flügelspieler hält. Keine überraschende Suche, da hinter Marvin Obuz und Kaito Mizuta nur Kelsey Owusu als Alternative zur Auswahl steht, zudem Obuz noch nicht die Top-Form seiner ersten Essener Zeit gefunden hat.
Möglich hält die „WAZ“ zudem die Verpflichtung eines Zehners, weil der auf dieser Position eigentlich gesetzte Ahmet Arslan sein Potential in dieser Saison nicht wie erhofft und gewohnt auf den Platz bringt, sondern erst bei überschaubaren drei Toren und zwei Vorlagen steht. Eine hochkarätige Alternative zum 31 Jahre alten Deutsch-Türken könnte deshalb kommen.
Im Sturm wird unterdessen wohl nur etwas passieren, wenn die Chance besteht, eine wesentliche Verstärkung an Land zu ziehen. Ansonsten sollen es Jannik Mause und Jaka Cuber Potocnik, die zuletzt jeweils eine positive Entwicklung zeigten, sowie Ramien Safi und Marek Janssen richten, die allesamt auch über Qualitäten verfügen.







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