
Vor dem Spiel wäre im Lager von Rot-Weiss Essen mit einem 1:1 gegen den VfB Stuttgart II wohl niemand zufrieden gewesen, doch weil dem eingewechselten Marek Janssen erst in der 89. Minute der Ausgleich gelungen ist, konnte man an der Hafenstraße mit dem Unentschieden einigermaßen leben. Auch, weil durch die Ergebnisse der Konkurrenz der Rückstand auf dem Relegationsplatz bei einem Punkt geblieben ist und auf Rang zwei sogar von drei auf zwei Zähler verkürzt werden konnte.
Nach 17 Spieltagen lässt sich somit konstatieren, dass RWE dick dabei ist im Aufstiegsrennen und alle Chancen hat, den Sprung in die 2. Bundesliga zu schaffen, wenn es der Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat im neuen Jahr gelingt, einigermaßen konstant das definitiv vorhandene Potential abzurufen.
Beim vorhandenen Potential soll es zudem nicht bleiben. Vielmehr hat Essens Vorstandsvorsitzender Marc-Nicolai Pfeifer zuletzt schon angedeutet, auf dem winterlichen Transfermarkt mehrfach aktiv werden zu wollen. Zwei bis drei Neuzugänge sind geplant, darunter nach Informationen der „WAZ“ auch ein Zehner, nachdem Ahmet Arslan in dieser Rolle bisher zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht.
Um die Aufstiegschancen deutlich zu erhöhen, benötigt RWE freilich schon gehobene Qualität, die die Essener Verantwortlichen offenbar beim aktuellen Tabellenführer Energie Cottbus ausgemacht haben. Nach Informationen der „WAZ“ gibt es Bemühungen, Tolcay Cigerci abzuwerben, der mit zwölf Toren und acht Vorlagen ligaweit die Scorerwertung anführt und so großen Anteil daran hat, dass auch Cottbus erneut von der Rückkehr in die Zweitklassigkeit träumen darf.
RWE wäre demnach dazu bereit, für Cigerci sehr viel Geld in die Hand zu nehmen. Eine Ablöse im hohen sechsstelligen Bereich steht im Raum, die letztlich wohl auch das einzige Argument für die Verantwortlichen von Energie Cottbus darstellen würde, über einen Transfer überhaupt nachzudenken. Schließlich weiß man in Cottbus, dass für den 30-jährigen Cigerci, der nur noch bis 2027 unter Vertrag steht, in Zukunft nicht mehr zwingend ähnlich lukrative Angebote ins Haus flattern werden.
Gleichzeitig wird man sich in Cottbus aber sicherlich darüber im Klaren sein, dass ein Abgang von Cigerci die Chancen, ganz oben dabei zu bleiben, deutlich verringern würde, während mit RWE ein direkter Konkurrent gestärkt würde.
Für das Vorhaben, sich auf der Zehner-Position zu verstärken, spricht auch eine Anfrage an Berkan Taz vom SC Verl, die es ebenfalls gegeben haben soll, die sich RWE aber hätte sparen können. Denn schon länger ist klar, dass der Top-Scorer (acht Tore, neun Vorlagen) des ostwestfälischen Überraschungsteams im Winter nicht innerhalb der 3. Liga wechseln wird.
Taz, den auch einige Zweitligisten wie Preußen Münster und Arminia Bielefeld gerne verpflichten würden, soll trotz einer Ausstiegsklausel dazu tendieren, in Verl zu bleiben. Im Sommer könnte der 26-Jährige dank eines auslaufenden Vertrages dann sogar ablösefrei wechseln.







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