

Die rund um den 1. FC Saarbrücken vorhandene Hoffnung, mit dem Trainerwechsel von Alois Schwartz zum erst einmal interimsweise eingesprungenen Sportdirektor Jürgen Luginger direkt nach oben durchzustarten, hat sich nicht ansatzweise erfüllt. Stattdessen verloren die Saarländer gegen Rot-Weiss Essen (2:3) und beim SV Waldhof Mannheim (1:2) zwei Mal in Folge und sind gefährlich nahe an die Abstiegszone geraten.
Vom aktuellen 14. Tabellenplatz aus trennen den FCS nur noch zwei Punkte vom ersten Abstiegsrang, den Erzgebirge Aue belegt. Dass der noch dahinter rangierende SSV Ulm mit dem neuen Trainer Pavel Dotchev nun gerade einen ersten Sieg gelandet hat, dürfte die Sorgen in Saarbrücken nochmals vergrößern.
Zu Hause gegen die TSG Hoffenheim II und anschließend beim formstarken FC Hansa Rostock stehen zudem noch zwei alles andere als einfache Aufgaben auf dem Programm bis Weihnachten. Gleichwohl sollte Saarbrücken in diesen Partien nicht leer ausgehen, damit die Winterpause nicht unter extremer Anspannung erfolgen muss.
Zuversichtlich stimmen darf immerhin die gegen Essen und in Mannheim gezeigte Leistung. „Die Art und Weise, wie wir spielen, ist seit zwei Spielen eine andere. Man sieht: Die Mannschaft lebt auf dem Platz. Jeder ist für jeden da, wir arbeiten, wir kämpfen, wir machen und wir haben einen Plan. Das macht es umso ärgerlicher, dass der Aufwand extrem hoch ist, aber der Ertrag bisher nicht“, machte Innenverteidiger Robin Bormuth in „Bild“ indes auch klar, dass sich verbesserte Auftritte schleunigst auch in Ergebnissen niederschlagen sollten.
Kurzfristig wird Florian Ballas dazu nicht beitragen, doch der gebürtige Saarbrücker trainiert seit dieser Woche auf eigene Anfrage hin mit, um sich fit zu halten. Der 32 Jahre alte Innenverteidiger erhielt im Sommer beim SSV Jahn Regensburg nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga keinen neuen Vertrag mehr, will seine Fußballschuhe aber noch nicht an den Nagel hängen und könnte bei entsprechenden Trainingsleistungen durchaus ein Kandidat für den FCS sein.
Darüber hinaus gibt es in Saarbrücken aber jede Menge weiterer offener Personalfragen. Während am 8. Januar im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung Präsidium und Aufsichtsrat neu gewählt werden und danach drei hauptamtliche Geschäftsführer eingestellt werden sollen, bedarf die Trainerfrage einer früheren Klärung. Luginger hat nicht explizit ausgeschlossen, nach dem Winter auf der Trainerbank zu sitzen, doch dürfte es der 58-Jährige favorisieren, sich dann wieder auf seine Aufgaben als Sportdirektor konzentrieren zu können.
Denn als Sportdirektor wartet ein großer Berg an Aufgaben auf Luginger, laufen doch nicht weniger als 20 Verträge am Ende der Saison aus. Unter anderem sind Torhüter Phillip Menzel, Kapitän Sven Sonnenberg und der längst ins Blickfeld anderer Klubs geratene Verteidiger Lasse Wilhelm nur noch etwas mehr als ein halbes Jahr gebunden.
Dass momentan die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso vage sind wie die Klassenzugehörigkeit nicht fix ist, erschwert Lugingers Auftrag gehörig. Umso wichtiger wäre es in ersten Schritten, sportlich die Kurve zu bekommen und zumindest fest mit einer Zukunft in der 3. Liga planen zu können.







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