
Nach vier Punkten aus den beiden Spielen zuvor gegen die TSG Hoffenheim II (3:2) und bei Erzgebirge Aue (2:2) hielt das vergangene Wochenende für den FC Ingolstadt wieder eine Enttäuschung bereit. Die Schanzer verloren das oberbayerische Derby gegen den TSV 1860 München mit 1:2 und befinden sich als Tabellenvierzehnter mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz in einer gefährlichen Situation.
Fünf Siege, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen, unter dem Strich 21 Punkte, sind sicherlich nicht die Bilanz, die man sich in Ingolstadt vor der Saison für die ersten 18 Spiele erhofft hatte, wenngleich aufgrund der erfolgten Kostenreduzierung auch nicht wirklich mit einem Mitmischen im Aufstiegsrennen zu rechnen war.
Vor dem abschließenden Spiel des Jahres am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) beim SV Waldhof Mannheim, wo die Mannschaft von Trainerin Sabrina Wittmann natürlich gerne noch einmal punkten würde, hat sich der Verein wohl auch wegen des letztlich nicht wirklich zufriedenstellenden Abschneidens zu einer personellen Korrektur auf der Führungsebene entschieden.
Wie der FC Ingolstadt am späten Dienstagabend mitteilte, wird die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Ivica Grlic mit sofortiger Wirkung beendet. Der 50 Jahre alte Ex-Profi, der seit April 2023 in dieser Funktion tätig war und eigentlich noch bis zum Saisonende unter Vertrag stand, räumt somit nach zweieinhalb Jahren im Mittelmaß der 3. Liga seinen Posten.
Auf der Vereinshomepage bestätigte Grlic nach den üblichen Dankesworten, dass die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt: „Ich danke dem FC Ingolstadt 04 für das entgegengebrachte Vertrauen und die professionelle Zusammenarbeit in den vergangenen gut zweieinhalb Jahren. Wir haben die Entscheidung jederzeit offen und respektvoll miteinander besprochen und gemeinsam den Zeitpunkt für die Beendigung der Zusammenarbeit gewählt.“
Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer übernimmt nicht nur übergangsweise, sondern dauerhaft die Aufgaben Grlics, wird sich somit noch mehr in den sportlichen Bereich einbringen. Einen neuen Sportdirektor werden die Schanzer nicht verpflichten. Wie Beiersdorfer zwischen den Zeilen durchklingen lässt, beruht diese Entscheidung auch auf wirtschaftlichen Überlegungen: „Im Rahmen unseres eingeschlagenen Kurses hin zur finanziellen Stabilität müssen wir – wie in allen anderen Bereichen beim FCI – auch im Sport die bestehende Konstellation anpassen.“
Die sofortige Trennung hat den einfachen Hintergrund, dass ein scheidender Sportdirektor nur bedingt dafür geeignet ist, längerfristig zu planen. So erklärte Beiersdorfer, dass die Trennung von Grlic auch deshalb jetzt erfolgt ist „um frühzeitig klare Verhältnisse zu schaffen – insbesondere mit Blick auf die anstehenden Aufgaben: die Arbeit an der Rückrunde der laufenden Spielzeit sowie die frühzeitige Vorbereitung auf die Saison 2026/27.“
Gefordert ist Beiersdorfer nun erst einmal, in der kurzen Winterpause die richtigen Schlüsse zu ziehen und an den passenden Stellschrauben zu drehen. Während Trainerin Wittmann dem Vernehmen nach nicht zur Disposition steht, scheint trotz überschaubarer Mittel die eine oder andere Kaderkorrektur denkbar, um zuvorderst den Super-GAU Regionalliga zu verhindern.







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