
Unabhängig vom Ausgang des schwierigen Auswärtsspiels am Samstag bei Rot-Weiss Essen steht schon fest, dass der SSV Ulm Weihnachten und den Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz verbringen muss. Nur 16 Punkte haben die Spatzen aus den ersten 18 Spielen verbuchen können und drohen damit aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga durchgereicht zu werden – im gleichen Tempo, wie zuvor der umgekehrte Weg beschritten wurde.
Die Hoffnung, mit Pavel Dotchev als drittem Cheftrainer der Saison nach Robert Lechleiter und Moritz Glasbrenner schnell in die Spur zu finden, hat sich nicht erfüllt. Nach Niederlagen beim TSV Havelse (1:2) und gegen den TSV 1860 München (0:1) gewann Ulm zwar bei Viktoria Köln (1:0), kassierte aber am vergangenen Wochenende nach teils spektakulären 90 Minuten gegen den VfL Osnabrück in Form einer 3:5-Niederlage dem nächsten Rückschlag.
Nun in Essen noch zu punkten, wäre im Hinblick auf die Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt, der längst das einzig verbliebene Ziel darstellt, natürlich Gold wert, könnte ansonsten im schlechtesten Fall der Rückstand ans rettende Ufer doch nach Abschluss der Hinrunde auf bis zu sieben Zähler anwachsen.
Die Verantwortlichen um den erfahrenen Dotchev und den auch erst vor kurzem als Geschäftsführer angetretenen Stephan Schwarz wissen natürlich um die Schwere der Aufgabe und auch, dass der Kader für ein erfolgreiches Meistern der Situation in mehreren Bereichen Verstärkungen gebrauchen könnte – so wie Hasan Pepic, den Dotchev aus der Vereinslosigkeit geholt und gleich zu einer zentralen Figur gemacht hat.
Aufgrund der schwerwiegenden Ausfälle von Jo Reichert und Dominik Martinovic, die sich beide früh in der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen haben und als potentielle Schlüsselspieler noch längere Zeit wegfallen, stünde dem Aufgebot ein Qualitätszuwachs in der Innenverteidigung ebenso gut zu Gesicht wie im Angriff. Beides lässt sich auch anhand der nackten Zahlen erkennen. Während 24 erzielte Tore den ligaweit drittschlechtesten Wert bedeuten, hat nur der 1. FC Schweinfurt 05 mit 46 Gegentoren noch mehr Treffer zugelassen als die Spatzen (41), für die folglich auch die Tordifferenz ein möglicherweise nicht ganz unwesentlicher Faktor ist.
Schwarz und Dotchev sind sich der problematischen Situation bewusst, werden aber trotzdem nichts unversucht lassen, zum einen den Verein nach turbulenten Monaten zu beruhigen und auch wieder zu vereinen. Und zum anderen sportlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Rückkehr in die Regionalliga vermieden werden kann.
Obwohl die zwischenzeitliche Cheftrainer-Tätigkeit von Moritz Glasbrenner ohne UEFA-Pro-Lizenz eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro zur Folge hat, wird das Budget für Wintertransfers nich verringert. Für die Strafe kommt laut der „Südwest Presse“ ein namentlich nicht bekannter Sponsor auf.







Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen. 18+ | Erlaubt (Whitelist) | Suchtrisiken | Hilfe unter www.buwei.de | AGB gelten