
Der SSV Ulm hat sich zum Jahresabschluss bei Rot-Weiss Essen zwar teuer verkauft, am Ende aber dennoch mit 2:3 verloren. Die bereits 13. Saisonniederlage der Spatzen war umso bitterer, weil einige Konkurrenten im Tabellenkeller gleichzeitig punkten oder wie Erzgebirge Aue sogar gewinnen konnten, wodurch der Rückstand ans rettende Ufer zum Ende der ersten Halbserie auf schon sechs Punkte angewachsen ist.
Bei noch 19 ausstehenden Partien und damit 57 zu vergebenden Zählern stellt dieser Rückstand zwar keine unüberwindbare Hürde für den Verbleib in der 3. Liga dar, doch dass es eine Mammutaufgabe wird, den Absturz aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga binnen eines Jahres zu vermeiden, weiß man in Ulm auch. Nicht zuletzt deshalb, weil sich auch die Bilanz des als Retter verpflichteten Pavel Dotchev bisher bescheiden ausnimmt. Der dritte Cheftrainer der Saison verlor vier von fünf Spielen und konnte lediglich bei Viktoria Köln (1:0) einen Dreier einfahren.
Um die Chancen auf den Klassenerhalt zu erhöhen und letztlich auch die schwerwiegenden Ausfälle von Jo Reichert und Dominik Martinovic besser zu kompensieren als es bisher gelungen ist, wollen die Ulmer Verantwortlichen um den neuen Geschäftsführer Stephan Schwarz während der winterlichen Transferperiode an der einen oder anderen Stellschraube drehen.
Einen ersten Neuzugang konnten die Spatzen nun sogar noch vor Heiligabend präsentieren. Innenverteidiger Niko Vukancic, der auf immerhin 42 Spiele in der 3. Liga für Erzgebirge Aue zurückblicken kann, unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027. Der 23 Jahre alte Abwehrspieler spielte zuletzt bis September für den MFK Skalica in der Slowakei und war seit September ohne Klub.
Trotz der fehlenden Spielpraxis ist Schwarz auf der Vereinshomepage guter Dinge, dass Vukancic schnell zu einer Verstärkung werden kann. Nicht zuletzt deshalb, weil der gebürtige Hannoveraner schon in Aue unter Trainer Dotchev gespielt hat: „Mit Niko bekommen wir einen robusten Innenverteidiger hinzu der helfen soll, unsere Defensive zu stabilisieren. Die Qualität, die er mitbringt, sind gute Voraussetzungen, auch wenn er zuletzt wenig gespielt hat. Er kennt die Liga und unseren Trainer, das wird ihm helfen, sich schnell zurecht zu finden.“
Vukancic, der „alles investieren“ will, um den Abstieg aus der 3. Liga zu vermeiden, wird aller Voraussicht nach aber nicht der einzige Winterzugang der Spatzen bleiben. Obwohl es die aktuelle Tabellenkonstellation mutmaßlich nicht einfach macht, ambitionierte Spieler vom Wechsel nach Ulm zu überzeugen, haben Schwarz und Dotchev ihre Fühler sicherlich in verschiedene Richtungen ausgestreckt.
Auch zu Rot-Weiss Essen, wo der erst im Sommer von Preußen Münster an die Hafenstraße gewechselte Luca Bazzoli kaum eine Rolle spielt. Der 25 Jahre alte Deutsch-Italiener, der sowohl auf der Sechs als auch in der Innenverteidigung bzw. als zentrales Glied einer Dreierkette spielen kann, soll in den Ulmer Überlegungen eine Rolle spielen. Vermutlich sind die Spatzen aber nicht die einzige Option, über die Bazzoli verfügt.







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