
Mit dem 2:0-Sieg beim TSV 1860 München ist der SC Verl am letzten Spieltag der Hinrunde auf den zweiten Platz geklettert. Die Stimmung an Weihnachten dürfte beim ostwestfälischen Underdog folglich bestens gewesen sein, wenngleich mit der bisherigen Ausbeute von 35 Punkten auf die Erwartung einhergehen kann, in der Rückserie von keinem Gegner mehr unterschätzt zu werden.
Verl freilich steht nicht auf Platz zwei, weil bei den Gegnern immer ein paar Prozent fehlen würden, sondern weil das Team von Trainer Tobias Strobl eine spielstarke Einheit ist, die es in den letzten Jahren auch immer wieder geschafft hat, schmerzhafte Abgänge aufzufangen.
Auch jetzt im Winter muss der Sportclub wohl wieder einen Akteur ziehen lassen, der zumindest dem erweiterten Kreis der Stammkräfte angehört. Nach Informationen von „transfermarkt.de“ steht Chilohem Onuoha vor einem Wechsel zu CF Estrela Amadora. Der portugiesische Erstligist wird den 20 Jahre alten Angreifer demnach fest verpflichten – allerdings nicht aus Verl, ist Onuoha doch vom 1. FC Köln nur ausgeliehen.
Verl winkt für das vorzeitige Ende der Leihe zwar wohl eine kleine finanzielle Entschädigung, doch der Großteil der nicht bekannten Ablöse dürfte nach Köln fließen. Gleichzeitig verliert Verl einen Akteur, der zwar in der Hinrunde nur ein Mal in der Startelf stand, aber in zwölf Partien eingewechselt wurde und als Joker auf drei Treffer und einen Assist kam.
Weil sich Onuoha, der im Sommer 2024 aus der U19 von RB Leipzig in die Domstadt gewechselt ist, beim 1. FC Köln keine wirkliche Perspektive in Richtung Bundesliga geboten hätte, ist der bevorstehende Wechsel nach Portugal als weiterer Zwischenschritt zu werten, mit dem der Youngster mutmaßlich die Hoffnung auf mehr Spielzeit und eine persönliche Weiterentwicklung verbindet.
Ob der SC Verl auf den Abgang Onuohas reagieren und einen neuen Offensivspieler hinzuholen wird, ist offen. Optionen für den Angriff sind aber auch ohne den Deutsch-Nigerianer noch vorhanden. Vielmehr dürfte der Fokus der Verantwortlichen um Sportvorstand Zlatko Janjic auch mit Blick auf eine möglichst erfolgreiche Rückrunde und die historische Chance, erstmals in die 2. Liga aufsteigen zu können, den Fokus darauf richten, keine Leistungsträger zu verlieren.
Ein Hauptaugenmerk liegt in diesem Zusammenhang natürlich auf Berkan Taz, der mit acht Toren und zehn Vorlagen die interne Scorer-Wertung anführt und ligaweit nur hinter Tolcay Cigerci (Energie Cottbus) liegt. Um Taz ranken sich permanent Spekulationen um andere Klubs wie vor allem Preußen Münster oder Rot-Weiss Essen.
Essen allerdings scheidet aus, weil der 27-Jährige nicht innerhalb der 3. Liga wechseln will und trotz einer Ausstiegsklausel in überschaubarer Höhe spricht aktuell einiges für einen Verbleib zumindest bis zum Ende der Saison. Dann läuft Taz‘ Vertrag aus, womit für den offensiven Mittelfeldmann dann sicherlich nochmals mehr Optionen verbunden wären. Nicht ausgeschlossen indes, dass auch Verl dazugehört – sofern der Sprung in die Zweitklassigkeit wirklich gelingt.







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