
Zwei Wochen, nachdem Viktoria Köln die Hinrunde der 3. Liga mit einem torlosen Unentschieden gegen den MSV Duisburg solide abgeschlossen hat, haben sich beide Vereine am gestrigen Sonntag auf einen Wechsel von Lex-Tyger Lobinger verständigt. Der 26 Jahre alte Angreifer, der im bisherigen Saisonverlauf in 17 Partien neun Tore erzielt hat, verlässt die Domstadt damit ein halbes Jahr vor dem Ende seines Vertrages und beschert der Viktoria anders als im Sommer noch eine Ablöse – wenngleich beide Vereine wie üblich bezüglich der Modalitäten des Wechsels Stillschweigen vereinbart haben.
Während Duisburg nach Aljaz Casar (Dynamo Dresden) einen zweiten Akteur begrüßen kann, der in der 3. Liga bereits überdurchschnittliche Leistungen gezeigt hat und damit auch seine Ambitionen auf den Durchmarsch in die 2. Bundesliga kaum mehr kleinreden kann, ist der Abgang Lobingers für die Viktoria natürlich ein herber Verlust.
Allerdings ist es den Verantwortlichen um Sportvorstand Franz Wunderlich in der Vergangenheit schon mehrfach gelungen, Abgänge von absoluten Leistungsträger und Unterschiedsspielern wie Luca Marseiler, Said El-Mala oder auch Semih-Serhat Güler zu kompensieren.
Trainer Marian Wilhelm zeigt sich wohl auch in Erinnerung an vergangene Abgänge recht gelassen: „Tyger war eine zentrale Säule auf der Neun. Aber wir hatten auch schon Spiele ohne ihn, die wir erfolgreich bestreiten konnten“, so der 37-Jährige in der „Kölnischen Rundschau“, der in den wiederholten Abgängen einen normalen Lauf der Dinge sieht: „Es ist unser Modell, wir entwickeln Spieler. Das müssen nicht immer nur die ganz jungen sein.“
Angedacht ist in erster Linie, dass der bisher eher hängend agierende David Otto ins Sturmzentrum rückt und zum neuen Ankerspieler wird. Aber auch der bisher nicht über eine Jokerrolle hinausgekommene Benjamin Zank, der sein Potential bereits angedeutet hat, darf mit mehr Spielzeit und vielleicht auch der einen oder anderen Chance in der Startformation rechnen.
„Wir haben ein sehr großes Vertrauen in den Kader“, ist Wilhelm grundsätzlich guter Dinge, sich auch ohne Lobinger in der Rückrunde behaupten zu können. Ein gewisses Risiko ist mit dem Abschied des Torgaranten bei nüchterner Betrachtung aber durchaus auch verbunden. Schließlich ist die Situation in einer sehr engen 3. Liga alles andere als ungefährlich. Zwar beträgt der Kölner Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz noch recht komfortable sechs Punkte, doch mit Blick auf im Keller festhängende Teams wie Alemannia Aachen oder den SSV Ulm, die sicherlich eine Aufholjagd starten werden wollen, könnte schon ein kleiner Negativlauf die Absturzgefahr deutlich wachsen lassen.
Trotz des Vertrauens in den Kader wird die Viktoria auf den Lobinger-Abgang aber noch mit mindestens einem Neuzugang reagieren. Kommen soll laut der „Kölnischen Rundschau“ zeitnah ein neuer Offensivspieler, bei dem es sich aber nicht um einen klassischen Mittelstürmer und damit nicht um einen Eins-zu-Eins-Ersatz für Lobinger handeln soll.
Möglicherweise stößt aber ein Angreifer mit ähnlichem Profil wie Otto zum Kader, der die hängende Rolle übernehmen oder auch auf dem Flügel eingesetzt werden kann.







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