
Vor dem Jahreswechsel hat der 1. FC Saarbrücken die wohl wichtigste Personalentscheidung dieses Winters getroffen. Der schon für die letzten vier Partien der Hinrunde auch als Interimscoach eingesprungene Sportdirektor Jürgen Luginger wird auch in der zweiten Halbserie auf der Bank Platz nehmen und soll die ambitioniert gestarteten, bisher aber enttäuschenden Saarländer in die Spur führen.
Mit 22 Punkten aus den ersten 19 Spielen hat der FCS Weihnachten auf einem schwer enttäuschenden 15. Tabellenplatz feiern müssen anstatt wie erhofft um den Aufstieg mitzuspielen. Der Fokus kann zum Start ins neue Jahr deshalb erst einmal nur darauf liegen, nicht noch mehr als ohnehin schon in die Bredouille zu geraten und das derzeit sehr dünne Polster von einem Punkt auf den ersten Abstiegsplatz auszubauen.
Weil gegen Spitzenreiter Energie Cottbus gleich zum Start in die Rückrunde ein dicker Brocken wartet, sollte der FCS auf den Punkt fit und ideal vorbereitet sein, wobei im Moment den Kader betreffend noch einige Fragezeichen vorhanden sind.
Mit kurzfristigen Entscheidungen freilich ist auch nicht zu rechnen. Vielmehr richten sich momentan die meisten Blicke auf die richtungsweisende Mitgliederversammlung am Donnerstag, bei der sich entscheidet, unter welcher Führung es in die Zukunft geht. Die neuen Verantwortlichen sind dann gefordert, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und gegebenenfalls auch ein gewisses Budget für winterliche Verstärkungen freizumachen.
Allerdings ist durchaus möglich, dass sich der Spielraum unabhängig von den Neuwahlen vergrößert, könnte der mit 29 Profis recht große Kader doch ausgedünnt werden. Erst recht, weil mit Sebastian Vasiliadis, Kaan Caliskaner und Patrick Sontheimer drei Akteure aus Verletzungspausen zurückkehren und der Trainingsplatz dadurch nochmals voller wird, wären die Verantwortlichen sicherlich gesprächsbereit, sollten unzufriedene Spieler einen Wechselwunsch hinterlegen oder von anderen Vereinen Anfragen eingehen.
Der im Sommer verbunden mit einigen Hoffnungen verpflichtete Angreifer Dominic Baumann, der weder unter dem entlassenen Alois Schwartz noch unter Luginger wie erhofft zum Zug gekommen ist, gilt als Spieler, der sich angesichts seiner persönlichen Situation umsehen könnte und für den es sicherlich auch einen Markt gäbe. Der von Luginger nicht einmal für den Spieltagskader berücksichtigte Außenverteidiger Till Schumacher ist ebenfalls ein Wechselkandidat, während das „Forum-Magazin“ auch Maurice Multhaup und Richard Neudecker nach Verletzungspausen als Anwärter auf einen winterlichen Abschied nennt.
Nicht geplant ist ein Verkauf von Tim Civeja, für den sich laut „sport.de“ aber mit Rot-Weiss Essen ein ambitionierter Ligarivale interessieren soll. Hintergrund ist offenbar, dass Essens Mittelfeldmann Tom Moustier in Portugal und Italien auf Interesse stößt.
Allerdings sitzt RWE bei Moustier aufgrund eines bis 2027 laufenden Vertrages am längeren Hebel und Civeja ist bislang auch nicht wechselwillig. Aus gutem Grund, ist der 24-Jährige doch nur noch bis zum Ende der Saison an den FCS gebunden und hat anschließend die Aussicht auf einen lukrativen, weil ablösefreien Wechsel – und die Hoffnung, dann in der 2. Bundesliga unterzukommen.







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